[Rezension] Thriller *** McGeorge „Der Tunnel – Nur einer kommt zurück *** sehr mitreißende Geschichte, jedoch mit Logikfehlern…

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    Chris McGeorge „Der Tunnel – nur einer kommt zurück“

    TB, 352 Seiten, 11,99 Euro, ET: 03.04.2023
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    Inhalt:

    „Am Ende dieses Tunnels wartet kein Licht … 

    Sechs Freunde fahren mit dem Boot in Englands längsten Kanaltunnel, doch nur einer kehrt wieder zurück: ein wendungsreicher Thriller mit einem finster-atmosphärischen Schauplatz.

    Seit Jahren versucht der Schriftsteller Robin Ferringham, das Verschwinden seiner großen Liebe Samantha zu verarbeiten. Da erhält er einen kryptischen Anruf: Ein junger Gefängnisinsasse namens Matthew bittet Robin um Hilfe – dafür bietet er Informationen über Sam. 

    Robin recherchiert den Fall und findet heraus, dass Matthew und seine Freunde vor einem Jahr mit dem Boot in Englands längsten Kanaltunnel gefahren sind. Als das Boot wieder auftauchte, waren alle bis auf Matthew verschwunden. Er ist der einzige Verdächtige – doch er erinnert sich an nichts. Wenn Robin etwas über Sams Verbleib erfahren will, dann muss er dem Geheimnis des finsteren Tunnels selbst auf den Grund gehen …

    In Chris McGeorges zweitem Thriller »Der Tunnel« wird Englands längster Kanaltunnel zu einer tödlichen Falle – und zum beklemmend-atmosphärischen Schauplatz für ein wendungsreiches Spiel mit der Wahrheit.“ (Quelle)

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    Meine Meinung:

    Escape Room – nur drei Stunden“ von McGeorge habe ich 2018 sehr gerne gelesen und ich wurde richtig gut unterhalten. Das Ende hätte gerne länger und ausführlicher sein können, aber das schmälerte das Lesevergnügen nur marginal. 

    Bei diesem Buch fällt mir die Bewertung jedoch schwer. 

    Einerseits habe ich eine mitreißende Geschichte bekommen mit sehr viel Spannung und Emotionalität, so dass ich das Buch in einem Rutsch gelesen und auch gehört habe. Durch die Perspektiven- und Zeitwechsel kam nie Langeweile auf und mir kam es sehr oft so vor als wäre ich vor Ort und bei dem Geschehen dabei. Es passierte immer irgendwas und es gab eine Menge an Wendungen und Überraschungen, sodass ich wirklich an den Seiten geklebt habe. 

    Leider war da aber beim Lesen immer ein kleines Teufelchen, das sehr oft die Logik infrage gestellt hat bzw. Fehler aufdecken wollte. 

    Beispiele dafür?

    • In einer bestimmten Situation (S. 69) steht, dass er seinen Rucksack abgeben musste. Nach der Situation (S. 105) steckt er seine Sachen aber in seinen Rucksack und geht nach Hause. 
    • Die Geschichte spielt 2018, zu dieser Zeit ist einer der Protagonisten 21 Jahre alt (S. 25) – auf S. 37 steht jedoch, dass seine Eltern 1996 bei einem Unfall ums Leben gekommen sind. Hm? Das geht meiner Meinung nach nicht auf. 
    • Wenn man die Auflösung gelesen hat, fragt man sich, ob die Polizei ihre Arbeit nicht gemacht hat oder einfach nur unfähig ist. Vieles hätte ihnen auffallen müssen und die Geschichte so nicht passieren können. Finde ich sehr unrealistisch. 

    Was ich zudem nicht mag, ist, wenn Dinge, die im Buch eine wichtige Rolle gespielt und auch stark zur Spannung beigetragen haben, am Ende nicht aufgelöst werden. Aus Spoilergründen kann ich diesen Punkt hier aber nicht benennen. 

    Tja, was macht man nun daraus? Man kann das Buch einfach lesen und genießen, wenn man sich einfach berieseln lassen möchte. Wer aber mitdenkt und hinterfragt, wird nicht zufrieden sein. 

    Ich habe das Buch zu Hause gelesen und beim Autofahren das Hörbuch gehört. Ich mag diese Kombination. Den Sprecher Stefan Kaminsky kannte ich schon und wusste, dass ich ihm gut zuhören kann. Ich mag seine Stimme sehr. 

    Insgesamt: [usr=3] sicherlich lesenswert. Wirklich gut, wenn man über die ein oder andere Logikproblematik hinwegsehen kann. 

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    Weitere Rezensionen bei Buchfeeteam (5/5), bei livebreathwords (3/5) und bei Zwiebelchens Plauderecke (klare Leseempfehlung)

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