[Rezension] Roman/Unterhaltung *** Fisher: Der kleine Kompass fürs Leben *** ein wunderbares Buch, das zu Herzen geht!

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Helen Fisher „Der kleine Kompass fürs Leben“

HC, 368 Seiten, 22 Euro, ET: 03.06.2024
Danke für die Bereitstellung des Buches. Unbezahlte Werbung!
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Inhalt:

„Ein lebenskluger, charmanter und origineller Roman über einen jungen Mann, der die Ordnung liebt – und sich plötzlich mitten im Chaos wiederfindet. 

Joe-Nathan liebt sein routiniertes Leben. Er mag seinen Job und seine Freunde und folgt gerne Regeln. Manchmal ist er auch bereit, Neues zu lernen. Doch Joes Mutter weiß, dass es auf dieser Welt tausende Dinge gibt, auf die er noch nicht vorbereitet ist. Jeden Tag ist sie an seiner Seite, weist ihn in die richtige Richtung. All die Dinge, die sie ihm noch nicht beibringen konnte, schreibt sie in ein gelbes Notizbuch – eine Anleitung fürs Leben.

Als Joe sich darauf und – zum ersten Mal – auf sich selbst verlassen muss, stellt er fest, dass wunderbare, unerwartete und überraschende Dinge passieren können, wenn man seine Komfortzone verlässt. Und, dass Joe nicht nur sich selbst, sondern auch seinen Mitmenschen helfen kann … 

Ein warmherziger und inspirierender Roman mit Tiefgang und ungewöhnlichen Figuren.“ (Quelle)

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Meine Meinung:

Das Buch hat mich aufgrund des Titels direkt angesprochen und ich war gespannt auf Joe-Nathan. Aus der Inhaltsangabe erfährt man, dass er ein routiniertes Leben führt und Regeln liebt. Tatsächlich aber ist es noch ein wenig mehr. Joe versteht auch nicht jedes Gespräch, hat Probleme, Anspielungen und vor allem auch Sarkasmus zu durchschauen. Er scheint auch vom Aussehen her fremden Menschen den Eindruck zu vermitteln, dass er keine Hilfe sein kann. 

Joe kann man aber tatsächlich nicht beschreiben, man muss ihn erleben. Er ist eine sehr liebenswürdige Person, die ich gerne auf ihrem teils sehr traurigen Weg begleitet habe. 

Die Autorin hat ein absolutes Händchen dafür, lebendige, authentische und realistische Figuren zu erschaffen, die mir beim Lesen schnell ans Herz gewachsen sind. Allen voran Joe und auch Chloe. Aber auch Pip, Hazel und Angus sind sehr liebenswerte Charaktere, deren ganz speziellen Eigenheiten dafür gesorgt haben, dass mir das Herz beim Lesen gleichzeitig schwer und leicht wurde. 

Der Roman zeigt sehr deutlich, dass jeder Mensch sein Päckchen zu tragen hat, dass das Leben nicht immer leicht ist, dass Freunde jedoch dafür sorgen können, dass alles ein wenig leichter wird, dass man gemeinsam vieles überstehen kann. Die Geschichte ließ mich schmunzeln, aber auch weinen, ich habe gestaunt und gehofft. Ich bin durch die Seiten geflogen, wollte das Buch nicht aus der Hand legen und habe auf ein passendes und auch schönes Ende gehofft. 

Das Ende ist nicht vollständig abgeschlossen. Manches bleibt offen bzw. ungesagt. Einerseits finde ich das wirklich gut, denn so ist das Leben – nicht abgeschlossen und nicht in Stein gemeißelt. Bis hierhin aber wirklich gut, passend und auch realistisch. 

Ich würde nur allzu gerne wieder in Joes Leben eintauchen und hoffe sehr, dass die Autorin einen zweiten Band schreiben wird. 

Wer Bücher, wie das „Rosie-Projekt“ oder „Der Satsuma-Komplex“ mag, wird hier sicherlich auch zufrieden sein. 

Schön ist auch, dass wirklich jeder aus diesem Buch etwas mitnehmen wird – hier kann jeder noch etwas lernen. Das Buch macht nachdenklich im positiven Sinne und dankbar, wenn man „zufrieden“ mit seinen Eltern war/ist. Ein Buch, das zu Herzen geht und nachhallt. 

Von mir gibt es 5 Sterne! 

Weitere Rezensionen bei Jessis Buchwelt (happy reading) und bei Lenas Bücherlounge (4/5). 

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