Wir wollten unbedingt in die Kawaguchiko Region, da man wirklich tolle Bilder bei z.B. Instagram oder bei anderen Bloggern sehen kann. Ich habe mich eingelesen und hatte erst eine Route ausgesucht, die wir per Bahn und Bus alleine gemacht hätten. Dann aber habe ich festgestellt, dass die Bahn, mit der wir fahren wollten, ausgebucht war. Auch der Expressbus, der in die Region fährt, hatte keine freien Plätze mehr. Außerdem war ich doch ein wenig unsicher, da ich mehrmals gelesen hatte, dass die Entfernungen zwischen den „wichtigen“ Stationen doch mitunter groß und diese dadurch nicht so schnell zu erreichen wären.
In einer ruhigen Minute habe ich dann entschieden, dass wir uns doch in die Hände einer Gruppentour begeben, uns den ganzen Tag zurücklehnen und einfach nur genießen. Zumindest war das so geplant.
Wir haben bisher immer über Get your Guide unsere Touren gebucht (unbezahlte Werbung, alle Touren selbst bezahlt) und haben dies auch dieses Mal gemacht. Es gibt einige Touren in die Region. Unsere Tour war diese HIER (unbezahlte Werbung, nur als Information!) und wir waren zufrieden. Sowohl mit den Stationen als auch mit den Stopplängen. Folgende Stationen sind wir angefahren:
- Yamanaka-See (wunderbare Spiegelung des Fuji im See – falls zu sehen!)
- Oshino Hakkai (altes Dorf mit Seen, sehr klares (Quell-) Wasser, viele Leckereien – im Hintergrund der Fuji – falls zu sehen!)
- Oishi-Park (Fuji hinter dem See – falls zu sehen – gehyptes lilafarbenes Eis, tolle Blumenbepflanzung)
- LAWSON Kawaguchiko Station (Fuji hinter Supermarkt – falls zu sehen!)
- Hikawa Uhrengeschäft (Fuji am Ende der „Kabelstraße“ – falls zu sehen!)
- Arakurayama Sengen Park (Fuji hinter/neben der Chureito Pagode – falls zu sehen!)
Vor dem Ausflug habe ich schon 2-3 Tage die Sichtbarkeit des Fuji (HIER z.B.)verfolgt und bis am Abend vorher „hieß“ es, dass wir den Fuji auf jeden Fall sehen würden. Leider war das am besagten Tag dann nicht mehr so. Unser Guide sagte morgens im Bus, dass wir schon ein kleines Wunder bräuchten, um den Fuji zu sehen und wir uns darauf einstellen sollen, ihn nicht zu sehen.
Unser erster Stopp am Yamanaka See war dementsprechend ernüchternd. Ein See – ja, wie schön, aber weit und breit kein Fuji zu sehen und schon gar keine Spiegelung des Fuji im See. Der Stopp fiel dementsprechend auch kürzer aus, eher eine längere Toilettenpause und dann ging es schon weiter.
Auch im Dorf Oshino Hakkai gab es vom Fuji keine Spur, dafür war es voller Touristen und wirklich stark frequentiert. Nichtsdestotrotz war der Aufenthalt trotzdem interessant, etwas Leckeres zu essen findet man ja überall :-). Unsere Hoffnung, den Fuji zu sehen, schwand leider trotzdem immer mehr.
Dann aber kam der Stopp im Oishi Park und wieder am See… In den ersten 20 Minuten war auch hier kein Fuji zu sehen. Vielleicht lag es daran, dass wir bis dahin alles brav aufgegessen hatten – vielleicht war es aber auch einfach nur ein bisschen Glück, aber wir haben zumindest den unteren Teil des Fujis gesehen. Zu dieser Zeit war ich damit schon vollends zufrieden.
Den Stopp am Lawson empfand ich als unnütz. Ich kann diesen Hype rund um den Fuji im Hintergrund eines Supermarktes nicht nachvollziehen. Bei uns war der Fuji zudem sowieso nicht zu sehen.
Der nächste Stopp war praktisch der letzte und für mich auch der schönste. Dieser enthielt einerseits der Besuch der „Kabelstraße“ mit dem Fuji im Hintergrund, der sich tatsächlich, sehr überraschend, für uns zeigte. Es ist schon irgendwie ein sehr interessantes Motiv mit dem urigen, heiligen Berg im Hintergrund und dem modernen Kabelchaos.
Auf dem Weg dorthin haben wir einen kurzen Stopp in einem Schrein gemacht. Sehr ansprechend mit kleinem Teich, roter Brücke und einigen Pferden. Hier konnte man auch einen Goshuin erwerben.
Danach sind wir zu meinem Highlight des Tages gelaufen, der Chureito Pagode. Um zu dieser zu gelangen, muss man jedoch erst ca. 10 Minuten laufen und dann noch knapp 400 Treppenstufen erklimmen. Die Zeit war aber so bemessen, dass jeder in seinem Tempo die Stufen hoch- und auch wieder runterlaufen, viele Bilder machen und auch noch einen Goshuin erwerben konnte. Die Anstrengung und der Schweiß lohnten sich aber, da sich sowohl der Fuji als auch die Sonne zeigte und wir gar keine so schlechten Bilder schießen konnten. Da war es doch wahr geworden – das kleine Wunder, das wir gebraucht haben.
Für uns war der Tag gelungen und ich würde die Tour allen denjenigen empfehlen, die viele Stopps in kurzer Zeit sehen und sich selbst keine Mühe der Planung machen möchten. Da wir so viele andere Sehenswürdigkeiten in unserem Urlaub alleine in unserem Tempo besucht haben und besuchen würden, war diese Tour auch sehr angenehm, da man sich selbst um nichts kümmern musste.
Weitere Beiträge zu unserer Japan-Reise:
Beitrag: Planung der Japanreise
Beitrag: Ankunft/ Tag 1: Narita
Beitrag: Ausflug nach Kamakura




