[Rezension] Roman *** Mortimer: Der Satsuma-Komplex oder Der Tag, an dem Gary zum Helden wurde *** go, Gary, go!

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    Bob Mortimer
    „Der Satsuma-Komplex oder Der Tag, an dem Gary zum Helden wurde“

    TB, 320 Seiten, 17 Euro, ET: 30.08.2023
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    Inhalt:

    „Herrlich britischer Humor und ein liebenswürdig verpeilter Held. Der Super-Bestseller aus UK.

    »Mein Name ist Gary. Ich bin dreißig Jahre alt und arbeite in einer Kanzlei in London. Wenn Sie mich träfen, würden Sie mich wahrscheinlich als unscheinbar bezeichnen. Ich hatte einen tollen Draht zu einer Frau entwickelt, doch das flog mir voll um die Ohren und verpasste mir einen Tritt in den Hintern.«

    Gary Thorn lernt im Pub eine Frau kennen. Er ist schockverliebt, nur ihren Namen bekommt er nicht mit. Als sie geht, weiß Gary nichts von ihr außer dem Titel des Buches, das sie las: »Der Satsuma-Komplex«. Jetzt muss Gary die Frau, die er nun Satsuma nennt, unbedingt aufstöbern.

    So beginnt Garys große Suche. Nie hätte er sich träumen lassen, dass es in seinem Leben so viel Chaos, Liebe und Eichhörnchen geben würde. Und dass ausgerechnet er das Zeug zum Helden hat.

    »Witzig, überraschend und sympathisch.« Sunday Times“ (Quelle)

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    Meine Meinung:

    In den ersten Minuten, in denen ich Gary kennenlernte, war ich der vollsten Überzeugung, dass er entweder entwicklungsverzögert ist oder eine Entwicklungsstörung im Autismusspektrum hat. Tatsächlich blieb dieses Gefühl bis zum Ende des Buches. Der Autor wollte aber – glaube ich – einfach einen Protagonisten, der ein absoluter Schisser ist in jeder Hinsicht, der mit dem weiblichen Geschlecht noch nicht viele Kontakte hatte, der sich viele Gedanken um viele sehr außergewöhnliche Dinge macht und der einfach noch nicht seinen Platz und seinen Stellenwert gefunden hat. Laut Klappentext soll er „liebenswürdig, verpeilt“ sein – diese Beschreibung passt perfekt. 

    Die beiden letzten Positionen machten ihn in meinen Augen absolut sympathisch. Seine Fragen in Gesprächen mit anderen Menschen sind schon außergewöhnlich und haben mir viel Freunde bereitet, auch wenn ich selbst, würde mir jemand diese stellen, im ersten Moment denken würde, dass dieser mich veräppeln möchte. Sein Werdegang von der ersten bis zur letzten Seite fand ich toll und ich als Leser konnte mitempfinden und -erleben, wie Gary über sich hinauswächst und dabei vieles herausfindet, was für ihn und sein weiteres Leben wichtig ist. Das hat mir sehr gut gefallen!

    Die Geschichte selbst ist für mich ein Roman mit Krimielementen, der letzten Endes ein bisschen wie ein Märchen endet, aber die Guten sollen wenigstens in Geschichten gewinnen und die Oberhand behalten. 

    Garys Geschichte habe ich sehr gerne gelesen: eher weniger wegen des angekündigten Humors, sondern eher wegen der Weiterentwicklung der Protagonisten und des Herausstellens, was wirklich wichtig im Leben ist. 

    Die Gespräche mit dem Eichhörnchen waren das I-Tüpfelchen. So goldig. Überzeugen konnte mich nicht nur Gary, sondern auch seine Nachbarin und ihr Hund. Beide sehr einnehmende Charaktere. 

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