[Rezension] *** Into Madness – Geschichten vom Verrücktwerden *** leider kam ich gar nicht zurecht…

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A.K. Benjamin „Into Madness – Geschichten vom Verrücktwerden“
(übersetzt von Simone Jacob)

HC, 288 Seiten, 20 Euro, ET: 20.02.2019
unbezahlte Werbung
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Danke für die Bereitstellung des Buches!

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Inhalt:

„A. K. Benjamin ist Neuropsychologe und hat sein Leben der Behandlung und Erforschung von psychischen Erkrankungen gewidmet. In seiner mitreißenden Memoir lässt er uns teilhaben an der spannenden Enträtselung der menschlichen Psyche – die seiner Patienten und seiner eigenen. Denn auch er selbst leidet an einer Erkrankung. Eindrücklich und erschütternd gewährt A. K. Benjamin Einblick in das Leben von Menschen, die kurz vor dem Zusammenbruch stehen. Anhand zahlreicher Patientengeschichten und seiner eigenen zeigt er, dass das menschliche Bewusstsein ein Ort ist, an dem selten alles so ist wie es anfangs scheint. Ein ungewöhnliches Memoir, das schonungslos und doch einfühlsam von der Suche nach Heilung erzählt.“ (Quelle)

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Meine Meinung:

Auf dem Buchrücken steht folgendes:

„Zwei Männer in einem Raum. Einer ist Patient. Der andere sein Arzt. Doch wer von beiden braucht dringender Hilfe?“

Diese Zusammenfassung hat mich unheimlich angelacht und ich war sehr gespannt darauf, was der Autor, der ja selbst Neuropsychologe ist, zu erzählen hat. Ich bin von einem spannenden, emotionalen und medizinisch packendem Buch ausgegangen.

Leider hatte ich schon meine ersten  – sehr schwerwiegenden Verständnisprobleme – im ersten Kapitel. Die Schreibweise kam mir so verschachtelt, so umschreibend vor. Ich wusste nach vielen Abschnitten nicht, was der Autor mir mitteilen möchte, was ich als Leser aus diesem Teil des Buche inhaltlich herausziehen sollte. 

Meine Probleme lösten sich leider beim weiteren Lesen nicht auf, sondern verstärkten sich. Es gab zwar einzelne Kapitel, wie „Michael“, das ich sehr gerne gelesen und auch gut verstanden habe, aber das Gros war leider teilweise unverständlich, wirr und für mich nicht auf den Punkt gebracht. Ich kam mir oft so vor, als müsse ich zwischen den Zeilen lesen, um den Autor zu verstehen. Dadurch wurde das Lesen nach und nach sehr anstrengend und ich konnte nur in absoluter Ruhe dieses Buch lesen. Es durfte keine Ablenkung im Raum sein.

Es gab zudem auch Ausdrücke oder Umschreibungen, die ich gar nicht deuten konnte:

Seite 93: „Ihre stündlich wiederkehrenden, minutenlangen Tänzchen waren ein gefundenes Fressen für die mikrowellenartige Grausamkeit junger Mädchen, die den Anfällen vermutlich zusätzlich Nahrung gaben.“ Ich weiß nicht, was eine mikrowellenartige Grausamkeit ist! Ihr?

Das Buch hatte dadurch leider auch kaum den Effekt, dass ich es interessant fand oder dass ich mit den einzelnen Menschen gelitten habe. Ich war jedoch jedes Mal sehr betroffen über das Leben, das sie jetzt führen müssen als Einzelperson oder als Familie. 

Leider fehlten mir auch Erklärungen zu den Krankheiten, oft habe ich in den einzelnen Kapitel gesucht und keine explizite Benennung der Krankheit gefunden. Was hatte der Patient nun? Eine Vielzahl an verschiedenen Dingen? Wie therapiert man? Wie gut kommen diese Menschen mit dem Alltag zurecht? Was muss die Familie leisten?

Die einzelnen Patientengeschichten haben mich teilweise schockiert, zeigen sie doch, wie schnell das Leben, wie wir es kennen, vorbei sein kann. Das Buch hat auf jeden Fall erreicht, dass mir das wieder bewusst wurde. 

Die Geschichte des Autors gipfelte dann im letzten Kapitel. Gipfelte deshalb, weil ich hier dann irgendwann nicht mehr mitkam und ich muss sagen, dass ich auch nicht mehr mitkommen wollte. Es war genug, denn irgendwann kam ich mir als Leser zu dumm vor, nicht intelligent genug, um die Geschichte, die sich hier wiederum verbarg, zu verstehen. 

Sterne vergebe ich keine, da sich schnell herausgestellt hat, dass es nicht mein Buch ist! Ich würde euch empfehlen, vor dem Kauf unbedingt in das Buch reinzulesen! Schaut euch den Schreibstil an, schaut euch an, ob dieser etwas für euch ist!

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