[Reise] *** Japan – unsere 3 wöchige Rundreise *** Aufenthalt in Hiroshima *** aufwühlend und emotional

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Auf unserer Rundreise haben wir natürlich auch Hiroshima besucht. Ich empfand diesen Stopp als sehr wichtig. 

Wir haben in Hiroshima 3 Nächte geschlafen, damit wir zwei ganze Tage zur Verfügung hatten. Am ersten ganzen Tag haben wir zuerst den Friedenspark und darin die Friedensgedenkhalle für die Atombombenopfer besucht. Der Park enthält verschiedene Gedenkstätten und Denkmäler, er ist wirklich sehr groß. Man sollte sich auf jeden Fall Zeit für alle „Stationen“ und auch für seine Emotionen nehmen. Ich bin froh, dass wir uns rund um die Mittagszeit aufgrund des guten Wetters auf den Weg nach Miyajima gemacht haben. Für mich hatte der bisherige Input, die Berichte über die Toten, die Opfer, die Geschichte über den Atombombenabwurf schon gereicht. Wirklich schlimm und schockierend. Zu unserem Ausflug auf die Insel Miyajima gibt es einen gesonderten Beitrag.  

Am zweiten Tag hat es in Strömen geregnet. Morgens hatten wir Eintrittskarten für das Friedensmuseum online reserviert (HIER) und das war auch gut so. Denn aufgrund der Besuchermassen kann der Zugang eingeschränkt werden. Am besten vorher ein Zeitfenster reservieren. Wir haben auch den Audioguide (ca. 70 Minuten) direkt dazugebucht. Diesen gibt es auch auf Deutsch. Insgesamt ist es sinnvoll, ca. 2 Stunden für das Museum einzuberechnen. Es gibt viel zu sehen, viele persönliche Geschichten, persönliche Gegenstände und auch viele Bilder und Fotos. Ich persönlich konnte irgendwann nicht mehr, konnte den Schmerz und das Leid nicht mehr ertragen. In einem Film berichtet ein Überlebender über den Tag des Bombenabwurfs. Seine Emotionen, selbst nach so vielen Jahren, haben mich zum Weinen gebracht. Was hat diese Atombombe für unvorstellbares Leid gebracht. In Sekunden. 

Auch die anderen Denkmäler, wie das Friedensdenkmal für die Kinder mit den vielen bunten Kranichen, die Atombombenkuppel oder die Flamme des Friedens sind wichtige Monumente zur Erinnerung an die vielen Toten und Opfer – und gleichzeitig auch ergreifende Gedenkstätten für Frieden und für Hoffnung. Leider benehmen sich nicht alle Menschen respektvoll und demütig. Das hat mich zudem sehr erschreckt und auch fassungslos gemacht. 

eigenes Bild

Man kann im Friedenspark viel Zeit verbringen und es ist ein Ort, der lange im Gedächtnis bleibt. Sehr bewegend, sehr wichtig. Man kann selbst auch einen Kranich falten und einwerfen – als Zeichen für den Frieden. Es sind auch schon viele Bilder und Kunstwerke aus eben diesen Kranichen vor Ort. Diese bunten Kraniche waren ein Farbklecks in diesem Grau und machen Hoffnung. (Geschichte hinter den Kranichen = gerne Atomwaffenopfer Sadako Sasaki recherchieren)

eigenes Bild

Wir haben uns danach noch das Hiroshima Schloss von außen angeschaut, da dieses zurzeit geschlossen war. Auf dem Weg dorthin sind wir noch an einem schönen Tempel vorbeigekommen. Das liegt alles in Laufweite in einem Gebiet. Abends waren wir dann noch die überaus leckeren Okonomiyaki (herzhafte Kohlpfannkuchen) im Hiroshima Style essen. Man isst direkt von der heißen Eisenplatte mithilfe eines Spatels. Sehr schmackhaft und auch mal was anderes. 

Hiroshima ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Vor allem auch in Kombination mit einem Buch auf Miyajima. (Alle Eintritte selbst bezahlt, keine Kooperationen. Unbezahlte Werbung!)

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