[Rezension] Kinderbuch *** Der Tag, an dem mir ein kleines schwarzes Loch zulief *** tiefsinniger als das Cover vermuten lässt…

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Michelle Cuevas „Der Tag, an dem mir ein kleines schwarzes Loch zulief“
übersetzt von Uwe-Michael Gutzschhahn, Illustrationen von der Autorin

HC, 240 Seiten, 13 Euro, ab 9 Jahren, ET: 29.04.2020
Danke für die Bereitstellung des Buches! Unbezahlte Werbung!
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Inhalt:

„Der elfjährigen Stella läuft das ungewöhnlichste Haustier aller Zeiten zu: ein kleines schwarzes Loch. Kurzerhand nennt sie es Larry. Und Larry hat großen Hunger. Enorm praktisch, findet Stella: Ab ins schwarze Loch mit den kratzigen Pullis, weg mit den Hausaufgaben, dem ekligen Rosenkohl und weg mit allem, was sie schmerzlich an ihren verstorbenen Vater erinnert. Doch dann verschwindet der Familienhund in Larry unendlichem galaktischen Bauch. Stella muss ihn retten! Mit einer Badewanne als Raumschiff begibt sie sich auf eine wilde Reise durch das Universum.

Mit echtem Loch im Cover und vielen witzigen Illustrationen!“ (Quelle)

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Unsere Meinung:

Ich muss gestehen, dass uns sowohl das Cover als auch die Inhaltsangabe ein wenig in die Irre geführt hat. Wir haben erwartet, dass das Buch „einfach“ nur ein witziges Weltraumabenteuer bietet. Es ist aber tatsächlich so, dass dieses Weltraumabenteuer viel tiefsinnigeren Inhalt enthält als man diesem bunten, niedlich illustrierten Buch zugedacht hätte.

Das sollte man wissen: Die Geschichte rund um Stella und Larry dreht sich vor allem um Trauerarbeit, um die Aufarbeitung von Gefühlen und die Geschichte von Stellas Familie. Sie ist dabei witzig, außergewöhnlich, teilweise auch etwas skurril und eben auch manchmal sehr nachdenklich. 

Die Geschichte hat uns gut gefallen, wir haben uns jedoch erst ein wenig an den Schreibstil gewöhnen müssen. Das Lesen empfanden wir anfangs als etwas schwierig. Vor allem für jüngere Kinder stelle ich mir das Lesen doch eher etwas schwierig vor. Als Vorlesegeschichte unserer Meinung sicherlich für die Leseanfänger besser geeignet. Das liegt vor allem auch daran, dass Stella sich sehr für Naturwissenschaft interessiert und schon vieles weiß. So kommen in der Geschichte einige Fachausdrücke vor, die Kinder in ihrem Alter vielleicht weder kennen noch einordnen können. Interesse des Lesers am Weltraum z.B. wäre sinnvoll.

Larry, das schwarze Loch, ist einfach goldig und als Leser kann man eigentlich gar nicht anders, als sich auch ein kleines schwarzes Loch als Haustier zu wünschen. Vor allem, weil es witzig und später auch so gut erzogen ist. 

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Fazit:

Die Geschichte ist wirklich etwas Besonderes und Neues. Man sollte aber wissen, dass es sich nicht nur um eine lockere, witzige Weltraum-Abenteuer-Geschichte handelt, sondern diese auch einen nachdenklicheren und teils auch traurigen Inhalt hat. Zudem ist der Schreibstil bzw. die Wortwahl unserer Meinung nach zu mitunter zu schwer für die jungen Leser. Das Buch bietet sich deshalb als Familienlektüre zum gemeinsamen Lesen an. 

4 out of 5 stars (4 / 5)

Weitere Rezensionen bei Die Bücherwelt der Corni Holmes (4/5) und bei ??? (gerne her mit dem Link).

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