[Rezension] Hörbuch *** Frauen, die Bärbel heißen *** skurril, außergewöhnlich, eher lustig als spannend…

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Marie Reiners „Frauen, die Bärbel heißen“

6 CDs, 8 Stunden 13 Minuten, 19,95 Euro, ungekürzte Lesung

Sprecherin: Katja Riemann

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Inhalt:

„Bärbel Böttcher präpariert Tiere und will ihre Ruhe. Aber es kommt anders …
»Als ich an jenem Morgen mit meiner Mischlingshündin Frieda spazieren ging, lag es plötzlich da – das perfekte Stöckchen. Wenn ich sage, da lag das perfekte Stöckchen, ist das allerdings nicht ganz korrekt. Es steckte. Und zwar im Auge eines Mannes, der mausetot war. Mein erster Impuls war, das Stöckchen rauszuziehen und zu werfen. Doch bei näherer Überlegung argwöhnte ich, dass dieses Verhalten merkwürdig auf andere wirken könnte. Also griff ich trotz inneren Widerwillens statt zum Stöckchen zum Handy und rief die Polizei an. Nach zwei Stunden auf dem Kommissariat durfte ich endlich gehen. Ich hatte den Toten gemeldet, und niemand würde sich mehr für mich interessieren. Ich sollte mich irren.«“ (Quelle)

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Meine Meinung:

Auf dieses Hörbuch war ich so wahnsinnig gespannt, klang doch der Titel schon sehr ausgeflippt und war für mich nicht richtig zu deuten, da es sich ja schließlich um eine spannende Geschichte handeln sollte.

Bärbel ist eine wirklich einzigartige und auch eigenartige Protagonistin. Sie ist schon wieder so verdreht und verquer, dass es schon wieder lustig war, ihrem Gerede und auch ihrem Verhalten zu folgen. Auch wenn ich teilweise nicht glauben konnte, dass man so „ab vom Schuss lebt“ und so gar nichts von der Welt mitbekommt, so war mit doch Bärbels Kämpfernatur sehr sympathisch. Auch ihre Beziehung zu ihrem Hund fand ich klasse beschrieben. Da steckt noch Erziehung drin und keine Verweichlichung! 🙂

Bärbel ist leider zur falschen Zeit am falschen Ort und schlittert so in das Abenteuer ihres Lebens, das zu stoppen scheinbar unmöglich wird. Bärbel wäre aber nicht Bärbel, wenn sie alles erstmal pragmatisch von allen Seiten betrachten, ein wenig Tartar zu sich nehmen und dabei den Shoppingkanal schauen würde. Dass man aus bzw. bei diesem etwas lernen kann, habe ich beim Lesen dank Bärbel erkannt.

Bärbel muss man einfach mögen und ich habe ihre Geschichte sehr gerne gehört, wird ihre schrullige und skurrile Art zu denken perfekt von Katja Riemann verkörpert und gesprochen. Bärbels Ratlosigkeit in Bezug auf soziale Interaktionen fand ich besonders lustig!

Das Ende habe ich mir ein wenig anders vorgestellt. Mit persönlich ist das Ende zu offen und ich hätte gerne gewusst, ob das alles so klappt, wie sich Bärbel das vorstellt. Ein Epilog wäre perfekt und der I-Tüpfelchen gewesen. Bärbels Abenteuer ist insgesamt sehr ruhig und besticht eher durch Humor und Skurrilität als durch Spannung, obwohl ich sehr am Ausgang des Abenteuers interessiert war.

(4 / 5) für eine wirklich außergewöhnliche Geschichte, die noch einen Epilog hätte vertragen können.

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Weitere Rezensionen bei Krimines Bücherblog und bei Selbermacherin (7/5)!

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