[Rezension] Garten/Gemüse *** Wer knabbert da an meinem Gemüse? Von Plagegeistern und kleinen Helfern *** erneut ein Spitzenbuch aus dem Verlag

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Fiona Kiss/Andreas Steinert
„Wer knabbert da an meinem Gemüse?
Von Plagegeistern und kleinen Helfern.
Pflanzen schützen, Gleichgewicht fördern, Vielfalt begrüßen“

Hardcover, 192 Seiten, 22,90 Euro, ET: 30.06.2021
Danke für die Bereitstellung des Buches für eine Leserunde bei LovelyBooks! Unbezahlte Werbung!
HIER geht es zum Buch auf der Verlagsseite mit Beispielsseiten!

Meine Meinung:

Das ist mein drittes Buch aus dem Verlag und auch dieses Mal wurde ich absolut überzeugt. 

Das Buch ist bunt, hat ein tolles Format, ist reich an Seiten (und damit auf den ersten Blick auch an Informationen) und wirkt insgesamt sehr ansprechend. Ich finde aber nicht, dass es durch das Cover wie ein Kinderbuch aussieht. Es handelt sich ja um ein „Gartenbuch“ und diese sind häufig reich verziert und bunt. Es ist auf jeden Fall ein Buch, das ich auch in der Buchhandlung sofort in die Hand genommen hätte.

mein Wirsing – angefressen, aber toll!

Natürlich gibt es auch in meinem Garten viele verschiedene Tiere – so soll es ja auch sein. Davon sind einige sehr nützlich, andere wiederum jedoch auch nervig und schädlich. Mein Wirsing sieht schon sehr angeknabbert aus. Aber ich werde ihn ja nicht zum Anschauen in meiner Wohnung ausstellen, sondern sowieso klein schneiden und essen. Mein Hauptanliegen, warum ich mich für die Leserunde bei LovelyBooks gemeldet habe, war natürlich, um meine Mitesser bzw. meine Mitbewohner besser kennenzulernen, Freund von „Feind“ unterscheiden zu können und natürlich auch Tipps/Tricks und Hilfen bei einem Befall zu bekommen. Ich habe aber auch auf Wissenswertes gehofft, wie man seinen Garten noch attraktiver für Nützlinge gestalten kann. 

hier schlüpft bald ein Kohlweißling…

Ich finde das Buch äußerst sympathisch. Das fängt schon beim Inhaltsverzeichnis an. Wenn ich Titel lese, wie „Noch mehr Tiere und noch mehr Beine?“ oder „Grunzen, blubbern, schleimen“ – da möchte ich diese Seiten sehr gerne aufschlagen und lesen. Da macht die Vorfreude wirklich Freude!

Ich kenne mich schon ein wenig aus, da ich schon seit Jahren versuche, mit den ganzen Mitbewohnern in meinem Garten zu leben. Ich teile sehr gerne, möchte aber auch noch selbst etwas „abbekommen“. Ich habe jedoch aus diesem Buch noch einiges gelernt und finde vor allem auch die Bilder toll, die hier verwendet werden. Sympathisch, familiär, ansprechend. HIER könnt ihr euch ein paar Seiten anschauen. 

Oft nehme ich meine Gartenbücher wieder in die Hand, wenn mir ein neuer Mitbewohner auffällt und dann blättere ich das Buch durch in der Hoffnung, schnell Informationen zu finden. Das geht über Bilder am schnellsten und von daher: gut und praktikabel gemacht.

Ich bin ein Freund der komprimierten Informationen und so finde ich die Steckbrief-Seiten, die hier Verwendung finden, richtig klasse. Vor allem auch der fein verteilte Humor hat es mir angetan! „Gewitterstürme und Starkregen dezimieren ……. Sind aber schwer in den Garten zu locken.“

In Momenten mit mehr freier Zeit freue ich mich aber auch über die weitreichenden Details und Informationen über die Tiere, die man hier ebenfalls nachlesen kann, wie zum Beispiel auch die geschichtliche Nutzung (z.B. Kartoffelkäfer), was ich wirklich interessant fand/finde. 

einer der vielen Hummeln auf meinem Schmetterlingsflieder…

Ich liebe das Bild auf der Seite 157 (Gemüse, auf dem sich allerlei Getier befindet) – zeigt es doch, wie wichtig es ist, keinen sterilen Garten zu haben, sondern auch die Natur Natur sein zu lassen. Ich versuche seit mehreren Jahren mehr Vögel in den Garten zu locken, was bisher nur mäßig gelingt. Vögel dezimieren nämlich auch die Plagegeister.  Aber sie lieben auch die roten Früchte oder in der lockeren Erde zu scharren, was natürlich nicht ganz so toll ist, wenn ich gerade neue Samen ausgesät habe. Auch darum geht es in diesem Buch: Welche Helfer gibt es noch und wie locke ich diese in meinen Garten? Was mir beim Lesen wieder aufgefallen ist: In meinem Garten fehlt eine Totholz-Ecke und zumindest etwas in diese Richtung. Zu alledem kann man hier in diesem Buch viele Informationen bekommen und allerlei nachlesen. 

Ab Seite 160 gibt es Übersichten „Wer knabbert und schlürft sich an deinem Gemüse satt?“ Diese sind absolut klasse und sehr hilfreich. Genau diese Seiten sind diejenigen, die man für eine schnelle Hilfe benötigt. Für alle, die dann mehr lesen möchten, sind in den Übersichten die Seitenzahlen verlinkt, um sich mehr bzw. länger mit diesem Thema oder dem Tier zu beschäftigen. Es grandiose Idee und sehr zeitsparend. 

Ein Buch, das sein Geld definitiv wert ist und das mir sicherlich noch viel helfen wird. Der Titel macht dem Buch alle Ehre und passt. Der folgenden, sehr ausführlichen Inhaltsangabe kann man zusätzlich noch entnehmen, worum es in diesem Buch geht. Viel Spaß! 5 out of 5 stars (5 / 5)

Inhalt:

„Du chillst in der Hängematte in deinem Garten und bist mächtig stolz auf dein üppig sprießendes Gemüse in Topf und Beet: der riesige Zucchino, der dir bald über den Kopf wächst, die leuchtend violette Aubergine, die zwischen all dem Grün hervorluchst oder die perfekt geformten Brokkoli-Röschen – ein einziger Gemüse-Traum! Doch dann das: Dein mit Liebe gezogener Salat hat plötzlich mehr Löcher als Blätter und auf deinen sommersonnigsten Tomaten haben sich weiße, wuselige Tierchen eingenistet? Blattläuse, Milben, Wühlmäuse oder schleimige Nacktschnecken fressen dir vor der Nase das Gemüse weg? Dann haben wir hier den perfekten Erste-Hilfe-Ratgeber gegen Schädlinge in deinem Garten für dich.

Von mutigen Kampfläusen, grunzenden Schnecken und skrupellosen Erbsenwicklern oder: Don’t panic im Gemüsegarten
Du hast sie also bemerkt, die kleinen fiesen Vielfraße, die sich gierig über dein Gemüse hermachen? Zunächst einmal: nicht in Panik verfallen. Und dann mit der Ruhe: Wie kannst du erkennen, wer es sich auf deinem Gemüse gemütlich gemacht hat? Schnapp dir eine Lupe und begib dich auf Spurensuche. Mithilfe eines genauen Täterprofils, allen möglichen nützlichen Tipps und Tricks, die dir Fiona Kiss und Andreas Steinert in ihrem Buch liefern, findest du schnell und einfach heraus, wer die Vitamin-Schmarotzer sind. In 40 ausführlichen Porträts erfährst du nicht nur die besten Rauswurf-Methoden, sondern auch jede Menge Interessantes, Skurriles und (sogar) Wunderbares über die kleinen Tierchen, die sich über deine saftig-süßen Karotten hermachen, und lernst sie so von einer ganz neuen Seite kennen. Und wenn du sie dann immer noch loswerden willst, dann ist es an der Zeit, die richtigen Maßnahmen gegen die Schädlinge zu ergreifen: Brüh dir einen natürlichen und zu 100% biologischen Zaubertrank (Jauche oder Tee) – der deinen Gemüsepflanzen guttut und die dreisten Eindringlinge vertreibt. Denn: Wir wollen die Ernte ja retten, nicht vernichten.

Lass uns feiern: Nützlingsparty im Gemüsebeet
Wenn die Schurken fürs Erste verbannt sind, legen wir richtig los: und schmeißen eine fette Gartenparty. Und dafür solltest du ein paar schicke Nützlinge einladen. Die auch gerne längerfristig bei dir einziehen dürfen. Denn: Die kleinen Superhelden Marienkäfer, Igel oder Spitzmaus sorgen für das allgemeine Wohlbefinden und die richtige Balance in deinem Gemüsegarten. Blattlaus, Schnecke und Co. sind für sie ein Festtagsschmaus – und du bist die frechen Fieslinge los! Und: Das saftige, knackige und geschmacksbombastische Gemüse gehört wieder dir allein, oder eben allen, mit denen du es teilen möchtest.

Erste Hilfe im Gemüsebeet: mit natürlichen und umweltschonenden Mitteln, die deine Gemüsepflanzen schützen und unliebsame Schmarotzer à la Raupen, Larven und Co. vertreiben. Und das natürlich zu 100 % biologisch.

Von mutigen Kampfläusen und skrupellosen Erbsenwicklern: Wir holen sie alle vor den Vorhang und zeigen dir die interessantesten, lustigsten und skurrilsten Seiten deiner Gartenbewohner.

Mit Pauken und Trompeten soll deine Gartenparty gefeiert werden – und dafür darfst du ein paar echte Nützlings-VIPs auf der Gästeliste nicht vergessen: lad doch Schwebfliegen, Raubmilbe und Co. zu dir ein!“ (Quelle)

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