[Veranstaltungstipps] Reise *** Japan – unsere 3 wöchige Rundreise *** Unser Aufenthalt in Kinosakionsen *** einfach toll und etwas Besonderes!

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Wir wollten auf unserer Japanreise auf jeden Fall in einer „Onsen-Stadt“ übernachten und am Tag und am Abend verschiedene Onsen besuchen und entspannen. Bekannte Onsenstädte sind zum Beispiel Beppu, Hakone, Kusatsu Onsen oder Arima. Leider wird dort Menschen, die Tätowierungen haben und seien diese noch so klein, oft der Zutritt verwehrt. Bei meiner Suche stieß ich so auf Kinosakionsen, die tatsächlich mit „tattoo friendly“ werben. 

Von Kyoto kann man Kinosakionsen ohne Umsteigen erreichen. Die Direktverbindung fährt jedoch nur drei- oder viermal am Tag. Hier muss man etwas suchen bzw. genau schauen. Wir sind direkt um 7 Uhr von Kyoto abgefahren. Die Fahrt dauerte 2 Stunden und 20 Minuten, reicht für ein kleines Schläfchen und ein Frühstück :-). 

In Kinosaki angekommen, haben wir im Ryokan (Gästehaus) eingecheckt. Da wir unsere Zimmer erst ab 15 Uhr beziehen konnten, haben wir erstmal einen Spaziergang durch Kinosaki gemacht. Hierfür braucht man ca. 2 Stunden, inklusive einem Fußbad in einem öffentlichen Fußbad mit sehr heißem Wasser.

Es gibt in Kinosaki zwei größere Supermärkte, in denen man Trinken und Essen kaufen kann, wenn man das denn will. Danach haben wir eine geführte Tempeltour gemacht. Diese könnt ihr über die offizielle Seite buchen. Ich habe diese weiter unten verlinkt. (unbezahlte Werbung, selbst bezahlt) Nicht ganz günstig, aber sehr ansprechend.

Wir hatten ein Zimmer in einem Ryokan mit Halbpension gebucht, vor allem für das Kaiseki Abendessen, das wir unbedingt kennenlernen wollten. Kaiseki-Abendessen: traditionelles, mehrgängiges Menü mit saisonalen und regionalen Zutaten, kunstvoll angerichtet; in Kinosaki zum Beispiel mit Krabbe oder Wagyu Rindfleisch. Sehr exklusiv, schmackhaft und ein Erlebnis. 

Mit im Preis eingeschlossen, war ebenfalls ein „Onsen-Hopping-Pass“. Wir durften am Ankunftstag, am Folgetag und am Abreisetag alle Onsen der Stadt unbegrenzt zu den Öffnungszeiten nutzen. Außerdem war noch ein Gutschein für das „Ei-Experiment“ (Ei kochen im heißen Quellwasser, dann essen) inklusive. Im Preis enthalten war auch der Verleih der Yukatas für die Zeit des Aufenthalts. Des Weiteren war auch die Nutzung des privaten Onsens im Ryokan je einmal am Tag inklusive. 

Was kosten zwei Nächte, inklusive den aufgezählten Leistungen? Hier muss man etwas tiefer in die Tasche greifen, wenn man inklusive Kaiseki Abendessen bucht, ca. 250 Euro pro Nacht. Wir haben im Kinosaki Onsen TSURUYA Ryokan geschlafen (unbezahlte Werbung, selbst bezahlt) und waren wirklich zufrieden. Man muss vom Bahnhof ca. 10-15 Minuten laufen, dafür ist man aber auch direkt an der Seilbahn, es liegt sehr ruhig und zwei Onsen Häuser sind  sehr nah. Wichtig zu wissen: Es gibt keine Duschen auf dem Zimmer und wenn man nicht explizit ein Zimmer mit „Bathroom“ bucht, hat man auch keine Toilette auf dem Zimmer. Duschen geht man in den Badehäusern (Onsen) und die Toilette ist für alle auf dem Flur. Geschlafen wird auf Futonmatten auf dem Boden. Das war leider so gar nicht meins. Es war mir viel zu hart und ich hatte tatsächlich drei Tage Hüft(druck)schmerzen. Das nächste Mal würde ich eine Übernachtungsmöglichkeit mit richtigen Betten wählen. Aber eine tolle Erfahrung war es auf jeden Fall. Vor allem, wenn man ins Zimmer kommt und das Bett sucht. Funfact: Dieses wird aufgebaut, während man selbst beim Abendessen sitzt. 

Was kann man in Kinosakionsen tun? Als allererstes natürlich die 6 verschiedenen Onsen besuchen und entspannen. Man kann mit der Seilbahn auf den Berg fahren und den dortigen kleinen Tempel besuchen. An der Bergstation gibt es einen schönen Aussichtspunkt und außerdem gibt es dort eine Zielscheibe mit einem Loch. Man kann kleine Tonscheiben kaufen und falls man mit diesen durch das Loch trifft, werden die Wünsche wahr bzw. das Pech verschwindet. Was soll ich sagen: Wir haben nicht getroffen. Ich bin nicht sicher, ob das überhaupt möglich ist. 

Wir wollten eigentlich E-Bikes mieten und bis zum Strand fahren. Das ist leicht machbar. Wir hatten jedoch nur Regen und es war kalt, sodass wir diesen Ausflug nicht gemacht haben. Vielleicht schaut ihr einfach mal auf der offiziellen Seite nach. Hier gibt es wirklich sehr viele Informationen rund um die Stadt, die Onsen, den Tempel, Ausflüge, die Umgebung und noch einiges mehr. (unbezahlte Werbung!)

Wir haben den Aufenthalt sehr genossen, wenn auch das Wasser in den einzelnen Onsen teilweise sehr heiß war. 50 Grad aufwärts. Das war kein Entspannen mehr, sondern Stress. Mit Englisch kommt man leider nicht weit. Selbst in der Touristinformation sprach man kein Englisch. Auch im Ryokan nur das Nötigste. Aber mit Handy und Übersetzer funktionierte es.

Es macht Spaß im Yukatan durch die Stadt zu flanieren und in die einzelnen Badehäuser einzukehren. Wissenswert ist auch: Baden nach Geschlechtern getrennt, nur im privaten Onsen im Ryokan kann man mit seinem Partner/ mit seiner Partnerin gemeinsam baden. Es wird nackt gebadet. Das Wasser ist HEISS!

Die zwei Nächte waren im Vergleich zum Rest der Reise wirklich teuer. Es war aber auch wirklich ein Abenteuer: die Onsenbesuche, das Tragen eines Yukatas, das Schlafen auf „dem Boden“ und das sehr spezielle Abendessen. Würden wir wiederholen. Falls ihr Stempel sammelt: jedes Badehaus hat mindestens einen Stempel. Nehmt euer Buch mit. Auch noch wichtig: Jedes Badehaus hat andere Öffnungszeiten. Schaut vorher nach dem Schließungstag und den Öffnungszeiten. 

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