Susanne Mireau
„Genug erklärt!
Mütter nicht für die Erziehung von Vätern verantwortlich sind. —
Eine Befreiung“

Klappenbroschur, 160 Seiten, 14 Euro, ET: 14.10.2026
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Inhalt:
„Mütter erklären, empfehlen Podcasts, kaufen Bücher. Sie versuchen, Väter für Care-Arbeit zu gewinnen, für Gleichberechtigung, für eine andere Art von Elternschaft. Sie wollen geduldig sein, aber insgeheim sind sie es leid. Und fragen sich: Warum liegt diese Verantwortung überhaupt bei mir?
Eindringlich zeigt Bestsellerautorin und Pädagogin Susanne Mierau in ihrem Anti-Ratgeber, wie Frauen gelernt haben, Verantwortung für alle Beziehungen um sich herum zu übernehmen – und warum sie damit aufhören dürfen. Sie analysiert die unsichtbaren Strukturen hinter Mental und Emotional Load sowie ungleich verteilter Elternschaft und entwirft ein neues Verständnis von Liebe, Verantwortung und Familie.“ (Quelle)
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Meine Meinung:
Der Titel des Buches ist sehr ansprechend, ist zudem ein Eyecatcher und der Inhalt des Buches immens wichtig.
Bei mir hat das Buch einen absoluten Nerv getroffen, schlage ich mich doch gerade mit den Wechseljahren herum. Diese sind, wie auch viele andere Frauenkrankheiten, nicht so gut erforscht wie Krankheiten, die auch Männer bekommen können. Und das ist nur ein Unterschied, der zwischen den Geschlechtern gemacht wird. Dabei befinden wir uns im Jahr 2026 und es sollten für alle Geschlechter gleiche politische, wirtschaftliche, soziale und persönliche Rechte gelten. Davon sind wir aber oft weit entfernt. Dazu muss man sich nur mal die Gender Gaps ansehen.
Die Autorin beleuchtet das Thema von vielen Seiten. Sie beschreibt anschaulich und emotional, sodass man sich als Leserin verstanden und unterstützt fühlt. Die Kritik an gesellschaftlichen Strukturen und am Patriachat wird sehr deutlich.
Mir war das Buch an ein paar Stellen zu ausführlich und damit zu langatmig. Ich hatte den Eindruck, mich nicht von der Stelle bewegen zu können, sondern mich im Kreis zu drehen. Nicht immer ist Ausführlichkeit zielführend, „totreden“ nimmt irgendwann die Lust, sich weiter mit dem Thema zu beschäftigen.
Gerade gegen Ende fand ich das Buch zu krass. Ich hätte diese Themen eher in der Mitte angesiedelt und die psychologische und emotionale Komponente eher am Ende ausgespielt. Manchmal empfand ich die Berichterstattung auch ein wenig einseitig. Das mag aber auch sehr unterschiedlich sein, je nachdem, in welchen Kreisen man sich bewegt und wie gerecht die bestehende eigene Beziehung in Bezug auf die Verteilung der Haus- und Carearbeit und den Mental Load ist.
4 Sterne von mir für ein Buch, das auf jeden Fall zum Nachdenken anregt. Das Buch ist sicherlich eine sehr sinnvolle Lektüre und bietet viel Stoff für Diskussionen. Das Buch kann helfen, dass sich Frauen mutig genug fühlen, die Überlastung anzusprechen und mit dem Partner über eine andere Verteilung zu sprechen. Das ist dann zumindest im Kleinen eine Verbesserung.
Das Buch zeigt ebenfalls, wie wichtig Kommunikation ist. In allen Bereichen.
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Weitere Rezensionen z.B. bei utas_glueck und bei juliana.liest.