[Rezension] Roman *** Stamm: Kommissar Panowski – Kein Bretagne Krimi *** spannend – auch ohne Leiche + absolut mal was anderes!

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Axel Stamm
„Kommissar Panowski“
KEIN Bretagne-Krimi
Eine Geschichte vom Ankommen

Hardcover, 268 Seiten, 23 Euro. ET: 16.09.2026
Danke für die Bereitstellung des Buches. Unbezahlte Werbung!
HIER geht es zum Buch auf der Verlagsseite!

Inhalt:

„Wer flieht, kehrt dem Ausgangspunkt den Rücken. Wer aufbricht, trägt ihn mit.

Aus dem schwäbischen Holzgerlingen verschlägt es Panowski in die Bretagne, ans andere Ende einer Sprache, die Wort für Wort erobert werden will. Ein eigenwilliges Französisch, das Türen öffnet. Dienstvorschriften, die Verhandlungssache sind. Und ein bretonischer Vorgesetzter, der Gefühle für Angelegenheiten hält, die sich von selbst erledigen, wenn man sie nur lange genug ignoriert.

Zwischen Holzgerlingen und Quimperlé, zwischen Schwäbisch und Französisch, zwischen Fortgehen und Ankommen erzählt Axel Stamm von Menschen, die das Wesentliche nicht aussprechen und es gerade dadurch sagen. Lakonisch, warmherzig und mit einem Humor, der die Figuren nie vorführt.

»Kommissar Panowski« ist ein literarisches Debüt über das Schweigen als Kommunikationsform und das Ankommen in der Fremde, so fest in der Bretagne verwurzelt wie die Granitfelsen an der Küste von Doëlan. Kein Bretagne-Krimi. Eine Geschichte darüber, wie Sprache Grenzen zieht und wie man sie überschreitet.

Der gesamte Autorenerlös dieses Buches wird für die Sprachbildung sozial benachteiligter Kinder gespendet.“ (Quelle)

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Auf der Verlagsseite findet man diese Hinweise: 

„Für wen dieses Buch ist

  • Für Leser, die Frankreich-Romane wegen der Menschen lesen und nicht wegen der Leiche.
  • Für alle mit einem Faible für trockene Ironie — hier wird kein Witz erklärt und keine Pointe angekündigt.
  • Für Kenner beider Mentalitäten: Schwaben, die Frankreich lieben, und Frankreichfahrer, die Schwaben aushalten.
  • Für alle, die eine Serie von Anfang an mitlesen wollen, statt bei Band fünf einzusteigen.“ (Quelle)

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Ich würde noch ergänzen:

  • Für Menschen, die es lieben, sich schöne Sätze zu markieren und zu merken. 
  • Für Menschen, die gerne mal wieder etwas anderes lesen möchten. 
  • Für Menschen, die eine ruhige Geschichte lesen möchten, die sowohl die Lachmuskeln & die Tränendrüsen aktiviert als auch das Herz zum Strahlen bringt. 
  • Für Menschen, die auch Herz- bzw. Lebens-Geschichten spannend finden. 
  • Für Menschen, die auch ruhige Geschichten lieben, die sich wiederholen bzw. keinen ausschweifenden Inhalt haben. 

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Meine Lieblingssätze: 

„Das Leben, diese notorisch unzuverlässige Instanz, hatte solche Momente, selten genug, um sie zu schätzen, und häufig genug, um nicht ganz aufzugeben.“ (S. 75)

„… und doch fühlte sie sich in seiner Gegenwart stets leichter, erfüllter, vollständiger, mit jener stillen Erleichterung, die entsteht, wenn man an einen Ort kommt und merkt, dass man diesen Ort gesucht hat, ohne es vorher gewusst zu haben.“ (S. 175)

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Ein tolles Buch, das einem beim Lesen so vieles vor Augen führt. Leise, humorvoll, wichtig und eine tolle Sprache. Den Inhalt kann man nicht wirklich beschreiben, man muss das Buch dafür lesen. Buch nehmen, aufschlagen, darauf einlassen, ankommen und genießen!

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Die große Frage, die nach dem Lesen des Buches bleibt, ist die nach dem Axolotl auf dem Buchcover und der Innenseite des Buches. Warum hat es ein Axolotl auf das Cover geschafft? Liegt es daran, dass das Tier niemals erwachsen wird, sich in der Entwicklung befindet oder eher an den beeindruckenden Selbstheilungskräften? 

Ich vergebe 4,5 Sterne für ein wirklich herausstechendes Buch mit einem zu Herzen gehenden Inhalt, intelligent und gleichzeitig grandios geschrieben. Zu Beginn musste ich mich an den Schreibstil mit den Schachtelsätzen und den vielen eingeschobenen Nebensätzen gewöhnen. Manchmal und auf Dauer auch etwas anstrengend. Der Inhalt und der perfekt gesetzte Humor machen das aber wieder wett. 

Weitere Rezensionen bei Steffi Fleischer (5/5) und bei ??? (gerne her mit dem Link!).

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