[Veranstaltungstipps] Reise *** Japan – unsere 3 wöchige Rundreise *** Flug, Ankunft, JR Pass, Narita – gelungener Start in die Rundreise!

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Wir haben diesem Urlaub sehr lange entgegengefiebert und vor allem ich war sehr aufgeregt als es endlich losging. Transparenz: Der gesamte Urlaub wurde von uns selbst bezahlt. Für alles/alle gilt: unbezahlte Werbung!

Unser Flug ging mit JAL von Frankfurt (Abflug 20 Uhr) direkt nach Tokio Narita (Ankunft 17 Uhr). Sehr empfehlenswert, sehr freundlich und angenehm. 

Wir haben schon zu Hause über Visit Japan Web die Zollerklärung und die Einreiseformalitäten erledigt. Man bekommt dann einen QR Code. Würde ich jedem empfehlen. Das Ausfüllen dauert zwar seine Zeit, man muss es aber vor Ort nicht mehr machen. Ich hatte vorher gelesen, dass man mit dem Code deutlich schneller durch wäre. Das war bei uns nicht so. Wir standen alle in derselben Schlange und tatsächlich recht lange. Anmerkung: Es gibt zwei Flughäfen: Narita & Haneda. Narita ist ca. 60km von Tokio entfernt , Haneda nur 20km. Oft sind die Flüge nach Narita aber deutlich günstiger. Wir wollten es genau so, da wir ja in Narita die erste Nacht bleiben wollten. 

In Narita hat alles gut geklappt und die gesamte Einreise inklusiver Kofferabholung dauerte rund 1,5 Stunden. Danach haben wir noch Geld am Automaten abgehoben und haben ebenfalls unseren Japan Rail Pass abgeholt. 

Wir hatten uns trotz des Preisanstiegs für den Japan Rail Pass für 21 Tage entschieden. Ich hatte vorher mit dem JR Pass Rechner (z.B. HIER) unsere geplanten Fahrten berechnet und bekam als Auskunft, dass der Pass sich nicht ganz rentieren würde. Jedoch konnte ich nach dem Kauf schon die wichtigsten Fahrten von Deutschland aus reservieren, was ich sehr beruhigend fand. Außerdem hatten wir dann für den gesamten Aufenthalt eine Karte und mussten uns nicht immer wieder am Automaten anstellen und eine Karte kaufen. Wir konnten auch einfach so in den Zug einsteigen, ohne große vorherige Planung. Und wie es so ist: Wenn man dann eine solche Karte hat, fährt man vielleicht doch nochmal mehr oder ändert seine Pläne und tauscht Tage. So waren wir auf alle Eventualitäten vorbereitet. 

Durch den Pass konnten wir auch einfach mal in den Bahnhof rein, nach Gleisen, Bento-Boxen, usw. schauen, was sonst nicht möglich gewesen wäre, zumindest nicht ohne zu zahlen. Auch hatten wir mit dem Pass die Freiheit, jeden Zug zu nehmen, den wir wollen. Man kann bis kurz vorher noch kostenlos Sitzplätze reservieren. Das haben wir ebenfalls in Anspruch genommen. 

Natürlich habe ich am Flughafen schon nach den ersten Stempeln für mein Stempel-Buch Ausschau gehalten. Hier ein kleiner Tipp: Es gibt normale Stempel (Bahnhöfe, Sehenswürdigkeiten, etc.) und Goshuin (Stempel/Siegel aus Tempeln und Schreinen). Beide gehören NICHT zusammen in ein Buch. Für die normalen Stempel kann man aus Deutschland (oder einem anderen Land) schon ein kleines Büchlein mitbringen. Für die Goshuin solltet ihr vor Ort ein spezielles Goshuin-Buch kaufen. Diese besitzen anderes Papier. Beispiele für die normalen Stempel und ein mögliches Buch – siehe oben. 

Wir sind dann mit der Metro nach Narita gefahren und zu unserem Hotel gelaufen. Wir haben im Hotel „Welco Narita“ übernachtet. Hier ein kleiner Tipp: Hotelzimmer in Japan sind sehr klein. Auch muss man immer genau lesen, wie breit das Doppelbett tatsächlich ist – oft sind es nur 1,40m Breite, was für uns nicht ausreicht. Wer auf Nummer sichergehen will, nimmt zwei Einzelbetten. Das Hotel war für eine Nacht absolut ausreichend, wenn auch nicht ganz sauber. Das Frühstück hätte es jedoch nicht gebraucht. Lieber aus dem Supermarkt ein Sandwich essen oder Streetfood genießen auf dem Weg zum Tempel. 

In Laufweite zum Hotel befindet sich der Naritasan Shinshoji Tempel, den wir uns sowohl am Abend als auch erneut am nächsten Tag angesehen haben. Hier habe ich auch meinen ersten Goshuin erhalten. Der Tempel ist einer der bekanntesten buddhistischen Tempel Japans, sehr weitläufig mit neun Hallen und einem großen Garten. Sehr sehenswert und sehr unterschiedlich zu den unterschiedlichen Tageszeiten. Für die Planung: Wir waren abends ca. 1 Stunde vor Ort, vormittags am nächsten Tag 2,5 Stunden. Es handelt sich wirklich um ein großes, weitläufiges Gebiet.

Auf dem Weg dorthin kommt man an allerlei Essensmöglichkeiten vorbei (Omotesando Straße, ca. 1km lang). In Narita soll man Unagi No Kabayaki (gegrillter Süßwasseraal mit süßer Soße) probieren. Die Essensangebote waren abends jedoch schon geschlossen, sodass wir auf den nächsten Morgen warten mussten. Das sollte man wissen: Die Aale werden vor Ort/vor den Restaurants erst getötet, ausgenommen und dann zubereitet. Wer das nicht sehen kann/will, sollte zumindest darauf vorbereitet sein. Narita ist ebenfalls für die Erdnusskekse bekannt. Vielleicht auch etwas für euch?

Am nächsten Tag ging es zur Mittagszeit dann weiter nach Tokio, wo wir für die nächsten 5 Nächte bleiben würden. Die Idee, in Narita zu übernachten und sich den Tempel anzusehen, war eine sehr gute Idee und ich bin dankbar, diesen „Geheimtipp“ vorher irgendwo gelesen zu haben. Das war ein sehr gelungener und „gechillter“ Einstieg, da hier doch nur sehr wenige Touristen waren.  

Vorheriger Artikel[Rezension] Reiseführer/ *** Chiara Terzuolo, Justine Wong: Hidden Japan *** wirklich sympathisch und brauchbar!

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