*** Auftakt zur Blogtour: Die letzte Nacht des Matze Blitz *** Was versteht man eigentlich unter Integration???

Herzlich willkommen zum Auftakt der Blogtour zum Buch „Die letzte Nacht des Matze Blitz“!

11. Mai – Thema: Integration – HIER bei mir!

12. Mai –  Thema: Coming of Age –www.kathrinsbooklove.wordpress.com

13. Mai  – Thema: Soll ich lachen oder weinen? –http://sarahsuperwoman.de/

14. Mai – Thema: Auf der Suche nach Freundschaft — http://www.lilstar.de

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HIER findet ihr meine Rezension! HIER geht es zur Verlagsseite!

Wer von dem Buch noch nichts gehört hat, hier der Inhalt:

„Schwetzingen in den 90er-Jahren: Beschaulich, barock, ein Paradies für Senioren – und so gar nicht zu den stürmischen Jahren des jungen Polen Matze Blitz passen wollend, der als Kind im Schlepptau seiner Mutter in die Bundesrepublik gekommen ist.

Seine Freunde: Ein Türke, ein Skinhead, ein Russlanddeutscher und Daniel, dessen Mutter aus Thailand stammt. Ihre Aktionen sind eine einzige Provokation. Bis alles in einer letzten, verheerenden Silvesternacht zum Jahrtausendwechsel in einer Karaokebar in Mannheim gipfelt…“ (Quelle)

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Ich habe mich passend zur Geschichte des Buches mit dem Thema „Integration“ beschäftigt:

Integration = Wiederherstellung einer Einheit, Einbürgerung, Eingliederung

Integration ist ein schwieriges Thema. Schwierig darüber zu reden, ohne jemandem „auf den Schlips“ zu treten. Da es in Wiercinskis Buch vorwiegend auch um die Schule geht, um die Eingliederung in das deutsche Schulsystem, um die Treffen der Jungs in der Schule und ihre Probleme mit den anderen Mitschülern, werde ich dieses  Teilthema aufgreifen!

Da ich zudem auch Lehrerin an einer Realschule plus bin, kann ich auch einiges aus „erster Hand“ berichten.

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Fallbeispiel 1:

In eine 5. Klasse kommt  ein Mädchen aus Bulgarien, die jedoch kein Wort Deutsch spricht. Sie sitzt tagtäglich mit in den normalen Unterrichtsstunden und kann nur in Mathematik richtig mitarbeiten. Die andere Zeit wird sie beschäftigt (Deutsch als Zweitsprache, Übungen für die 1. Klasse) und soll sich eher selbst Deutsch beibringen als dass es ein anderer tut. Die Klassenlehrerin hat Dank der anderen 27 Schüler keine Zeit, sich persönlicher um das Mädchen zu kümmern.

Ist das Integration?

Zitat: „…eine erdrutschartige Verbesserung meiner sprachlichen Fähigkeiten durch exzessiven Fernsehkonsum.“ (S. 18)

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Fallbeispiel 2:

Ein Kind in der 8. Klasse, neu an der Schule durch Wohnortwechsel, macht keine Hausaufgaben und bringt kein Material mit in die Schule. Die Eltern werden eingeladen, um die Situation zu besprechen. Die Familie lebt seit bereits 10 Jahren in Deutschland. Ein Gespräch mit den Eltern ist nicht möglich, da sie nur wenige Worte Deutsch sprechen. Ihr Kind kann zwar übersetzen, keiner kann jedoch nachvollziehen, was übersetzt wurde!

Handelt es sich hier um Integration?

Zitat: „Integration konnte ein Geduldsspiel sein.“ (S. 11)

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Fallbeispiel 3:

Viele verschiedene Schüler (Italiener, Türke, Pole, Deutscher) sitzen in der Mensa und studieren die Essensauswahl für die nächste Woche! „Wow, am Montag gibt es Spaghetti! Lecker!“ Einstimmiges Nicken! „Oh nein, am Mittwoch gibt nur Sachen mit viel Gemüse!“ Einstimmiges Würgegeräusch!

Hat hier Integration stattgefunden?

Zitat: …beim Essen wurde nicht diskrimminiert. (S. 57)

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Das Buch hat mir unter anderem so gut gefallen, weil es schonungslos ehrlich ist und ich sehr oft bestätigen konnte, was der Autor berichtet!

Gewinnspielfrage:

Was ist denn nun Integration? Wann und wie findet Integration statt? 

Ich denke, das muss jeder für sich selbst entscheiden und wahrscheinlich darüber nachdenken. Es gibt hier nicht DIE Antwort!

Um am Gewinnspiel teilzunehmen, füllt ihr bitte das angehängte Formular aus (beim Formular anmelden und los geht es! – Wenn es nicht funktionieren sollte, schreibt mir einfach einen Kommentar! :-))

Ich wünsche euch viel Glück bei der Verlosung (2 Exemplare des tollen Buches) und hoffentlich viel Spaß beim Lesen des Buches! Es lohnt sich!

Schaut auch morgen wieder vorbei: www.kathrinsbooklove.wordpress.com – Thema Coming of Age!

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  • Teilnahme am Gewinnspiel ab 18 Jahren, oder mit Erlaubnis des Erziehungs/Sorgeberechtigten
  • Bewerber erklären sich im Gewinnfall bereit, öffentlich genannt zu werden(Gewinnerpost) und das ihre Adresse dem Verlag zwecks Gewinnversands übermittelt wird.
  • Keine Barauszahlung der Gewinne möglich
  • Keine Haftung für den Postversand
  • Versand der Gewinne innerhalb Deutschland
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

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Henrik

Hallo,

ich komme endlich dazu, die Blogtour nachträglich zu verfolge. Ich muss sagen, dass du ein schönes und wichtiges Thema hast. Und dein Beitrag dazu „aus erster Hand“ quasi sehr passend ist. Mit den Zitaten aus dem Buch hast du mögliche antworten gegeben. Jeder kennt es ja selbst, Integration ist nicht leicht, schon gar nicht, wenn jemand die Sprache nicht beherrscht. Doch Integration betrifft nicht nur Zuwanderer, sondern auch ganz andere Menschengruppen. In den verschiedensten Situationen muss man sich selbst integrieren oder integriert werden. Ein Verein zum Beispiel, man kann zwar einfach mitmachen, aber wenn man nicht akzeptiert und angenommen wird, wo ist da die Integration?

Ich danke dir für deinen ausfürhlichen Beitrag und die nötigen Denkanstöße, die du gegeben hast. 🙂

Liebe Grüße,
Henrik

karin

Hallo und guten Tag,

Integration….eine schwierige und auch vielseitige Sache. Die nicht erst in der Schule anfangen sollte…Integration zum Beispiel von behinderten und nicht behinderten Kindergartenkinden..zumindest ist es einen Versuch wert, da Kinder zusammenzuführen und ihnen auch mal diese Welt zu zeigen…mit einer Behinderung zu leben….manchmal schwierig, weil man Rücksichtnahme und Verständnis auch in diesem Alter erst üben muss.

Aber es bringt beiden Seiten etwas und deshalb bin ich auch persönlich für indegrative Kindergärten..auch hier kann man Kinder bis zu einem gewissen Grad mit in unsere Gesellschaft mit einbinden und nicht außen vorlassen.

Auch ein Teilstück von Integration..

LG..Karin…

Lisa

Huhu,

ich denke Integration fängt in den Köpfen der Menschen an. Jegliche staatliche Interaktion bringt nichts, wenn die Bevölkerung nicht offen ist. Ich denke daher, man sollte allen Menschen gegenüber tolerant sein und ihnen ohne Vorurteile begegnen, um Integration zu erreichen. Das betrifft ja nicht nur Leute mit Migrationshintergrund, sondern zum Beispiel auch Behinderte. Also wie gesagt, der Staat sollte die Grundlage liefern, aber am Ende ist eine erfolgreiche Integration ja von uns selbst abhängig.

Liebe Grüße
Lisa

Little Cat

Hallo,

also ob das mit dem Formular geklappt hat, weiß ich nicht.
Integration kann für mich ganz verschieden aussehen. Da ist es schon möglich das ich einem fremden den Weg erkläre und freundlich bin. Ich finde jeder sollte sich bemühen um die anderen, egal aus welchem Land jemand kommt.
Natürlich helfen Programme wie Sprachkurse und ähnliches deutlich mit. Aber das wichtigste ist einfach „offen sein“ für neues!

Das Buch interessiert mich sehr.

Lg Little Cat

Cassie Blatt

Hii 🙂 Also ich würde sagen ist das wenn man die Menschen die vorher ausgegrenzt worden nun in die Gruppe(oder was es auch sein mag) aufnimmt bzw. diese Person mit einbindet.
LG Cassie

Booknaerrisch

Huhu,

ich denke, Integration kann auf vielerlei Arten stattfinden.
Ob es Kinder sind, die ein zugezogenes Kind mit in den Kreis aufnehmen, oder im selben Kontext das neue Kind den aktiven Part übernimmt und sich darum bemüht aufgenommen zu werden… Es gibt viele Möglichkeiten.
Sprachkurse für Einwanderer, Gruppenaktivitäten für Kinder, etc.

Ich denke, dass es für jeden selbst wichtig sein sollte, etwas dafür zu tun. Sowohl, wenn es um einen selbst, aber auch, wenn es um andere geht.

LG
Jacqueline

booksnstories

Deine Rezension hat mich ja schon neugierig gemacht. Bin gespannt, was die Blogtour noch dazu tun kann.

Sind die genannten Beispiele, Situationen aus dem Buch oder Erfahrungen, die du gemacht hast und mit Buchzitaten verknüpfst?

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