Bei der Planung der Reise bin ich mehrmals auf Beiträge gestoßen, die Nanjing als absoluten Geheimtipp anpriesen. Wir sind von Shanghai nach Hause geflogen und eigentlich war der Plan, deshalb noch Zeit in Shanghai zu verbrinden. Nach meiner Recherche habe ich mich aber dazu entschlossen, tatsächlich Nanjing zu bevorzugen und als unsere letzte Station einzubauen. Und das war auch richtig gut so!

Wir sind von Yichang aus (Ende der Yangtze-Kreuzfahrt) direkt mit dem Schnellzug nach Nanjing gefahren. Für drei Nächte hatten wir ein Zimmer im Central Hotel und haben hier 183 Euro bezahlt. Es handelt sich um ein gut gelegenes Hotel mit schneller Metro-Anbindung. Der Service war jedoch noch ausbaufähig. An dem einen Tag fehlten Handtücher im Zimmer, dann waren die benutzen Tassen nicht gespült. Eine Wegbeschreibung aus der U-Bahn-Station gab es auch nicht. Restaurants und Supermärkte waren zudem keine in der Nähe, sodass wir uns vorher immer schon „eindeckt haben“ oder schon gegessen hatten.
Nanjing hat unserer Meinung nach einiges zu bieten. Wir hatten einen Abend und zwei volle Tage zur Verfügung.
Was sollte man nicht verpassen?
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- Konfuzius Tempel Komplex am Ufer des Qinhuai Flusses und der angrenzenden Fußgängerzone, inkl. Einkaufsmeile. Am besten einmal tagsüber und auch einmal abends. Aber Achtung: Es ist dort sehr voll. Hier haben wir die meisten Menschen angetroffen – auf der gesamten Rundreise. Man findet in dieser Gegens viele Restaurants und viele kleinere Läden mit sehr unterschiedlichen Angeboten. Teils sehr touristisch, teils sehr spannend und interessant.





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- Besuch des Purpurnen Berges mit dem Sun-Yat-sen-Mausoleum, dem Xiaoling-Mausoleum aus der Ming-Dynastie, dem Meiling Palast und dem Linggu-Tempel.
Problemlos mit der Metro zu erreichen. Auf dem Gelände kann man laufen oder man kauft sich – über WeChat – Tickets für die Shuttlebusse. Man kann vor Ort eine Eintrittskarte für die Hauptsehenswürdigkeiten (Xiaoling-Mausoleum der Ming-Dynastie, den Linggu-Tempel und den Meiling-Palast) kaufen. Diese kostet 100 RMB. Die Kombikarte ist günstiger als die Einzeltickets. Das Sun-Yat-sen-Mausoleum ist kostenfrei, man benötigt jedoch eine Online Reservierung bzw. einen Timeslot zum Betreten. Diesen kann man über WeChat buchen, wir haben es aber vor Ort, beim Ticketcenter gemacht. War auch kein Problem.






Zeitfaktor: Wir waren um 9.45 Uhr am „Kassenhäuschen“ und waren bis 17.00 Uhr auf dem Gelände. Es gibt viel zu sehen und noch mehr zu laufen. Gutes Schuhwerk ist hier ratsam. Essen und Trinken bekommt man auch auf dem Gelände, jedoch zu erhöhten Preisen.
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- Besuch des Niushou Berges inklusive Tempel, Pagoden, Zen-Garten und dem Foding Palast.
Der Niushoushan Park liegt etwas außerhalb, sodass man für die Anreise ca. 1 Stunde einrechnen muss. Wir sind erst mit der Metro gefahren und sind dann in den Bus 712 umgestiegen. Das war ein kleines Abenteuer, da wir nicht wussten, auf welcher Seite der Bus fährt und die Busfahrpläne, inklusive der Haltestellen, nur auf Chinesisch ausgehängt waren. Außerdem konnte man den Bus nur per WeChat oder bar bezahlen. Wir haben dann im Internet gelesen, dass wir zur Haltestelle Niu Shou Shan, auf Chinesisch: 牛首山风景区站/牛首山文化旅游区 müssen, haben diese auf dem Fahrplan gesucht und gefunden und sind dann mutig in den nächsten Bus gestiegen. Ehrlich gesagt, haben wir nur nach dem Wort mit dem „X“ am Ende gesucht. 🙂
Wir hatten vorher schon Karten über Trip gekauft (unbezahlte Werbung, selbst bezahlt), da für jeden Tag nur ein bestimmtes Kontingent zur Verfügung steht. Die Karten müssen noch im Ticketcenter abgeholt werden.


Unser Tipp: Nehmt nach dem Betreten des Geländes nichts den Shuttlebus (kostenpflichtig), sondern lauft durch den wirklich wunderschönen Park. Es war so schön ruhig, da der Rest der Touristen zu den Bussen gestürmt ist. Außerdem irgendwie besinnlich. Es gibt viel zu sehen, vor allem die niedlichen kleinen Buddhafiguren in allen möglichen Posen. Man läuft bis zum Tempel und kann diesen besichtigen. Von dort haben wir auch den Bus genommen, da es bis zur Pagode noch 3km waren und es verdammt heiß war.


Das, was wir dann zu sehen bekamen, war ein absolutes Highlight und mit nichts zu vergleichen. Es gibt einerseits die Pagode, die man auch von innen besuchen kann. Unbedingt den Aufstieg wagen für die Aussicht über das Gelände. Andererseits gibt es den Foding Palast mit den unterirdischen Räumen und der Scheitelbein-Reliquie Buddhas. Was für eine Pracht. Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus.






Zeitfaktor: Wir waren von 9.00 bis 14 Uhr vor Ort. Man kann das Gelände auch schneller besichtigen, wir wollten es aber genießen und viele Fotos zur Erinnerung machen. Absolute Empfehlung!
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- Gedenkhalle für die Opfer des Massakers von Nanjing
Der Eintritt in die Gedenkhalle ist frei, man muss aber vorher über WeChat einen Zeitslot reservieren. Da wir spontan dort waren, sind wir einfach zum Infoschalter. Dort wurde unser Pass eingelesen, wie immer, und wir durften das Gelände betreten. Dass der Besuch bedrückend und emotional ist, muss ich wahrscheinlich nicht erwähnen.
Zeitfaktor: 1 Stunde 15 Minuten – gut mit der Metro zu erreichen.


Nanjing hat noch viel mehr zu bieten. Wir hatten leider keine Zeit mehr. Ich bin sehr froh, dass wir Nanjing in unsere Route eingebaut haben. Alles, was wir besucht haben, kann ich nur empfehlen. Vielleicht wäre dieser Stopp auch etwas für euch?
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