[Reise] *** Japan – unsere 3 wöchige Rundreise *** Ausflug nach Kobe *** nicht ganz so einfach… Lohnenswert?

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Natürlich wollten wir auch Kobe einen Besuch abstatten. Wir sind von Osaka nach Kobe gefahren, was wirklich sehr simpel und schnell ist. Man braucht ca. 25 mit der Bahn. Innerhalb Kobes aber brauchten wir viel Zeit, um von A nach B zu kommen und es gestaltete sich teilweise nicht so einfach. 

eigenes Bild

Wenn wir eine neue Stadt besuchen, recherchiere ich immer, ob es eine City Card mit Ermäßigungen oder sogar freien Eintritten gibt. Diese sollte es für Kobe geben, nennt sich „Kobe Tourismus Smart Passport“. Falls ihr interessiert seid, auf der offiziellen Seite: Visit Kobe kann man alles nachlesen. Leider konnte ich diesen Pass nirgends reservieren oder kaufen. Weder bei den gängigen Zwischenhändlern noch auf der offiziellen Seite. Auf einer Seite hieß es sogar, dass dieser zurzeit nicht verfügbar wäre. Wir haben ihn dann schließlich in der Tourist Info in Kobe am Bahnhof kaufen können. Stand heute kann man ihn hier über Webket kaufen. Probiert habe ich das aber nicht. Unbezahlte Werbung – Information als Hilfe, unsere Reisen und Eintritte sind alle selbst bezahlt. 

Wie immer bei diesen Pässen: Rechnet euch durch, ob es sich lohnt. 

Wir wollten folgende Sehenswürdigkeiten sehen bzw. Folgendes machen:

  • verschiedene Häuser im historischen Stadtviertel Kitano besichtigen
  • das Erdbebenmuseum besuchen
  • uns den Hafen bei Sonnenuntergang anschauen
  • die Kobe Nunobiki Kräutergärten besichtigen & Seilbahn fahren
  • eine abendliche Kreuzfahrt unternehmen
  • Besuch China Town für einen abendlichen Snack
  • Animal Kingdom besuchen (?)
  • Kobe Beef essen (?)

Nach viel Großstadtflair, vielen Tempeln und vielen Menschen wollten wir ein wenig mehr Natur. Hier bot sich der Besuch der Kobe Nunobiki Kräutergärten an. Man fährt mit der Seilbahn hoch und kann, wenn man das möchte, runterlaufen. Das würde ich an einem schönen Tag sehr empfehlen. Durch unsere Wanderung haben wir tatsächlich aber Zeit „verloren“. Da die Kreuzfahren nur bis 16.45 Uhr fuhren, haben wir die Teilnahme an einer solchen schon nicht mehr geschafft. Das war ärgerlich und auch sehr schade. Auch der Weg zu den Kräutergärten vom Bahnhof gestaltete sich etwas schwierig. Wir haben es zuerst mit einer Navigation versucht. Das hat aber nicht funktioniert. Dann haben wir Hinweisschilder gesucht und gefunden und ab da ging es. 

Wenn man sich ein wenig für Blumen und Pflanzen interessiert, ist es ein netter Ausflug. Auch die Wanderung runter – am Wasserfall entlang – war sehr schön und idyllisch, da wir fast alleine unterwegs waren. Das Wasser hatte schon eine wirklich tolle Farbe. Dauer des Besuchs: ca. 2 Stunden.

Unten angekommen, haben wir uns nach Kitano, einem historischen Viertel, aufgemacht. Man läuft ca. 20 Minuten, jedoch bergauf, was das Ganze etwas erschwert. In diesem Viertel kann man sich die Geschichte des internationalen Handels und auch des damaligen Zusammenlebens anschauen. Es ist auch eine Zeitreise in die Geschichte Kobes. Man kann verschiedene Häuser besichtigen und sich ein wenig in die damalige Zeit versetzen. In Kitano gibt es natürlich auch einen Schrein, der uns wirklich sehr gut gefallen hat. Sehr idyllisch gelegen im Grünen, über eine Steintreppe zu erreichen.  Verweildauer im Kitano Viertel: ca. 1 Stunde

Vom Kitano Viertel sind wir zum Erdbeben Museum (Kobe Earthquake Memorial Museum) gelaufen und ein Stück mit dem Bus gefahren. Wir hätten sonst fast eine Stunde gebraucht. Das Museum wurde 2002 geöffnet, um an das verheerende Erdbeben aus dem Jahr 1995 zu erinnern, bei dem mindestens 5000 Menschen starben. Besuchsdauer im Museum: ca. 1 Stunde

Vom Museum aus wollten wir zum Hafen, um eigentlich die Kreuzfahrt zu machen. Leider war es schon zu spät, da auch dieser Weg wieder ca. 1 Stunde in Anspruch nehmen sollte. Wir fuhren dann erneut einen Teil mit dem Bus und liefen den Rest. Hier haben wir dann noch ein paar Bilder gemacht und auf den Sonnenuntergang und auf das Einschalten der Lichter gewartet. 

Der Ausflug nach Kobe ist tatsächlich der einzige Tag, bei dem ich überlegen würde, ob ich diesen nochmal machen würde. Keines der Ziele bzw. keine Sehenswürdigkeit war so einzigartig oder besonders, dass ich einen Tag „opfern“ würde. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass wir innerhalb der drei Wochen der Japanreise so viele tolle und grandiose Erlebnisse hatten, dass Kobe dagegen grau wirkte. 

Vielleicht liegt es auch daran, dass nicht alles reibungslos geklappt hat und es dann irgendwie auch anstrengend wurde. (Wir haben die Kreuzfahrt nicht machen können, ein nettes Restaurant zum Essen des Kobe Beefs haben wir nicht gefunden und als wir in China Town ankamen, war schon fast alles zu.) Letztlich war ich enttäuscht, bin aber auch froh, dass wir da waren. 

Alle Beiträge rund um unsere 3 wöchige Japanreise findet ihr im ersten Beitrag „Planung“ verlinkt oder über die Kategorie Reisen – Japan. 

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