Wir sind von Fenghuang über Furong nach Zhanjiajie mit dem Schnellzug gefahren. Wir haben für vier Nächte im SANHE Hotel (Wulingyuan) geschlafen und inklusive Frühstück 195 Euro bezahlt. Mit im Preis waren zusätzlich die Abholung am Anreisetag vom Bahnhof und der Transport hin- und retour zum Osteingang des Nationalparks am ersten Tag. Das Hotelzimmer war das schönste und größte auf der Reise und wir haben es geliebt. Das Frühstück war auch sehr vielfältig, wenn auch der Essensraum nicht sehr groß bzw. ansprechend war.
Ganz wichtig: Schaut, bevor ihr anreist, nach den Eintrittskarten für die von euch gewünschten Sehenswürdigkeiten. Wir haben auch über Get your Guide und Klook geschaut, letztendlich aber über das Hotel selbst gebucht. Das war ein wirklich guter Service und sie haben auch Ahnung von den Entfernungen und was möglich ist. Außerdem sind die Tickets zu den beliebtesten Zeiten schnell ausgebucht. Wir haben nur noch Tickets für 7 Uhr bekommen. Im ersten Moment waren wir vom frühen Aufstehen genervt, letztendlich stellte es sich aber als Glückgriff heraus.


Ebenfalls wichtig: Man liest immer vom National Forest Park mit den Avatar Bergen, dem Tianmen Mountain mit dem berühmten Loch und dem Zhangjiajie Grand Canyon mit der Glasbrücke. Das sind drei völlig verschiedene Sehenswürdigkeiten, die auch deutlich getrennt voneinander sind und man z.B. 40km hinfahren muss. Manche Reisende wechseln deshalb auch die Übernachtungsmöglichkeit, um näher an dem ein- oder anderen Highlight zu sein. Das sollte man unbedingt bei seiner Planung bedenken. Außerdem gibt es noch den Golden Whip Stream, den ich persönlich richtig toll fand.
Eine wichtige Sache noch, die uns zu Beginn verwirrt hat. Es gibt „normale“ Eintrittskarten, die den Eintritt zum Park (für 4 aufeinanderfolgende Tage) und die Shuttlebusse abdecken. Die etwas teureren Tickets beinhalten die jeweils einmalige Benutzung der Seilbahnen und des Aufzugs. Wenn man die teuersten Tickets kauft, kann man alles so oft benutzen wie man möchte. Wie immer: Die Eintrittskarte wird mit dem Pass verbunden. Der Pass wird unbedingt benötigt.
Unsere drei Tage:
Tag 1: National Forest Park/Avatar Berge – Eingang Osttor – Route B
Tag 2: Golden Whip Stream + Grand Canyon
Tag 3: Tianmen Mountain – Route A
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Aber hier Tag 1:



Von unserem Hotel zum Osttor waren es nur 10 Minuten mit dem DiDi. Das war richtig gut. Unsere Tickets waren, wie oben schon erwähnt, für 7 Uhr. Es war tatsächlich nichts los. Nur sehr wenige Menschen waren mit uns vor Ort, was richtig toll war. Denn man muss beachten: Man geht nicht einfach nur durch das Tor und das Abenteuer beginnt. Nein, man fährt erst Bus, dann Aufzug, zwischendurch wieder Bus, dann Seilbahn. Wenn viele Menschen da sind, muss man immer wieder anstehen und warten. Wir haben die Stuhlreihen gesehen, die dort für die Massen an Menschen stehen. Wir konnte immer und überall einfach durch und rein.
Zu Beginn muss man sich für eine Route entscheiden. Auf den Schildern stehen die Stationen und man kann sich auch nicht wirklich verlaufen, wenn man sich an diese hält. Unterwegs gibt es auch überall Wegweiser und im Zweifelsfall auch Menschen, die einem weiterhelfen. Essen und Trinken kann man ebenfalls kaufen, falls man nichts mitnehmen möchte.



Bei Route B fährt man mit dem Shuttlebus zum Eingang des berühmten Aufzugs. Mit dem Aufzug geht es hoch in die Berge und ab da beginnt ein Rundweg mit vielen Abzweigungen. Ab hier entscheidet ihr, wie viel ihr sehen und vor allem wie lange ihr wandern möchtet.
Wir haben uns ehrlich gesagt treiben lassen und haben an so vielen Stellen die Aussicht genossen und natürlich Fotos geschossen. Bei unserem Rundweg kam man auch über eine Brücke („Erste Brücke unter dem Himmel“), die mit Gebetsbändern geschmückt ist, genauso wie auch bei Ruyi Peak (Beitrag Guilin). Wenn man den Weg weiterläuft, kommt man skurrilerweise zu einer McDonalds Filiale und befindet sich dann auf dem Tianzi Mountain.



Bis hierhin haben wir fast 2 Stunden benötigt, aber eben auch viele Fotostopps eingelegt und einfach mal die Umgebung genossen.



Wie man auf den Bildern schon sehen kann, veränderte sich gegen 9 Uhr das Wetter. Es tauchten viele Wolken und auch Nebel auf. Von da an dauerte es nicht mehr lange und man sah entweder nur noch Konturen oder auch gar nichts mehr, nur noch weiß.



Ich fand es ehrlich gesagt sehr eindrucksvoll und „cool“ – ich hatte ja vorher die Aussicht genießen dürfen. Die Touristen, die nach uns kamen, sahen jedoch nur noch alles im Nebel und waren enttäuscht.
Wir haben unseren Rundweg weiterverfolgt und haben noch den ein- oder anderen Abstecher (He Long Statue, inkl. Pferd, verschiedene Formationen mit besonderen Namen) gemacht und den Aufenthalt genossen. Gegen 13 Uhr haben wir die Seilbahn bergab genommen und durften bei der Fahrt die Formationen wieder ohne Nebel an uns vorbeiziehen sehen.
Fazit: Auf jeden Fall wirklich sehenswert. Ich fand jedoch die Erlebnisse an Tag 2 und 3 eindrucksvoller, imposanter und nachdrücklicher.
Information zu den Affen (Makaken), falls jemand Angst hat oder sie unbedingt sehen möchte: Wir haben tatsächlich auf dem ganzen Weg nur einen einzigen gesehen.
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