
Wir haben uns direkt morgens zum „Chengdu Research Base of Giant Panda Breeding“ aufgemacht. Pandas sind sehr hitzeempfindlich, sodass klar war, dass sie wahrscheinlich gar nicht draußen anzutreffen sein würden, sondern nur in den klimatisierten Innengehegen. Aber sehen wollte ich sie unbedingt.



Wir sind mit der Metro bis Panda Avenue Station gefahren und dann sind wir den Schildern bis zum Shuttlebus gefolgt. Problemlos zu finden. Den Bus zahlt man wieder über WeChat – wir wieder mit Hilfe, da bei uns diese App leider nur auf Chinesisch funktionierte. Auf der Fahrt wurden eine Menge Informationen erzählt, leider nur auf Chinesisch. Man wird bis vor den Eingang gefahren. Wir hatten unsere Karten vorher über Klook gekauft, sodass wir wieder nur unseren Pass am Eingang scannen mussten. (unbezahlte Werbung, selbst bezahlt!)



Das Gelände ist riesig und auch bergig und man sollte hier die Shuttlebusse in Anspruch nehmen, vor allem, wenn es wie bei uns so heiß war. Leider sind diese verhältnismäßig teuer. Aber wir waren wirklich froh, dass es diese gab. An den einzelnen Stationen gab es Rundwanderwege. Wer mit der Orientierung ein wenig Probleme hat, fotografiert sich die Namen der besuchten Häuser, sodass man auf der Gesamtkarte eruieren kann, wohin man noch laufen muss bzw. was man noch nicht gesehen hat.
Wie auf den Bildern zu sehen, haben wir die Pandas (bis auf einen) tatsächlich nur in den Innenräumen gesehen. Das scheint im Sommer aber normal zu sein, aber ich war auch so glücklich. Wir haben uns genügend Zeit genommen, die niedlichen Tiere beim Fressen und auch Spielen zu beobachten. Die Scheiben waren durchweg sehr sauber, sodass man auch gut sehen konnte.
Wir waren um 8 Uhr vor dem Eingang, was sich als richtig gute Zeit herausgestellt hat. Anfangs waren wir fast alleine im Park und standen dadurch natürlich immer in erster Reihe vor den Pandas. Richtig toll. Wir sind bis 13 Uhr im Park geblieben und sind alle Stationen abgelaufen bzw. auch abgefahren. Leider gab es zurzeit keine Babys, das wäre noch das I-Tüpfelchen gewesen.
HIER findet ihr die offizielle Seite der Panda Base mit allen wichtigen Informationen, einer Übersichtskarte und vielen Erklärungen. Für mich ein toller Ort, viele Pandas zu sehen und einiges über ihr Leben bzw. ihre Art zu lernen. Die Forschungsstation machte auf mich einen guten Eindruck und die Tiere sahen sehr gesund aus. Natürlich sind die Innengehege immer irgendwie ein wenig trostlos, die Außengehege waren dafür umso ansprechender. Zwei Pandas waren tatsächlich draußen, balgten sich im Gras und rollten letztendlich die Wiese hinunter. Mein Wunsch wäre es, nochmal wiederzukommen, aber in einer kälteren Jahreszeit.


Vom Panda Park sind wir mit dem Shuttlebus zur Metro und weiter zum berühmtesten Tempel in Chengdu gefahren. Der Wuhou Tempel ist wirklich sehenswert. Das Tempelgelände ist wirklich groß und umfasst z.B. auch einen Garten mit einigen Bonsais. Wir waren ca. 1 Stunde hier. Neben dem Tempel liegt die berühmte alte Jinli-Straße (Fußgängerzone), die wir einmal hoch- und runtergelaufen sind. Kann man machen, ist aber nicht so imposant wie vorher gedacht. Vieles ist doch sehr touristisch. Im Dunklen soll es hier aber sehr atmosphärisch sein mit den traditionellen roten Lampions. Wir haben hier ca. 45 Minuten verbracht.
Auch die Kuanzhai-Gasse (Wide and Narrow Alley) soll man sich als Tourist anschauen, sodass wir auch hier noch durchgeschlendert sind. Die Atmosphäre mit den vielen kleinen Gässchen und Innenhöfen empfand ich als ansprechender. Insgesamt waren wir ca. 1 Stunde unterwegs.



Nach dem langen Tag haben wir in der Straße vor unserem Hotel noch in einem kleinem Restaurant leckere Nudelsuppe gegessen. Meine immer „bù là“ – chinesisch für „nicht scharf“, sieht man auch deutlich an der Farbe :-).

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