[Rezension] Thriller *** Skorpione – Sascha Simoneit Serie 1 *** hart, grausam, realistisch, wechselnde Perspektiven

Cid Jonas Gutenrath „Skorpione – Sascha Simoneit Serie 1“

Thriller, TB, 368 Seiten, 10 Euro,  ET: 03/2018

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Inhalt:

„Sascha Simoneit ist am Ende. Der Ex-Söldner ist wegen Alkoholmissbrauchs aus dem Berliner Polizeidienst geflogen. Doch er bekommt eine zweite Chance. Simoneit macht im Hinterhof einer Eckkneipe in Moabit eine Detektei auf. Dort hat er sich als Streifenpolizist Respekt verschafft, und auch Kiezgröße Benno Teufer steht auf seiner Seite. Schneller als Simoneit denkt, braucht er dessen Hilfe. Die Mutter eines kleinen Mädchens steht vor der Tür, dem illegal eine Niere entfernt wurde. Simoneit sieht rot.“ (Quelle)

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Meine Meinung:

Holla, die Waldfee, kann ich da nur sagen. Ganz ehrlich? Ich bin zu schwach für dieses Buch gewesen, es hat in mir Ekel verursacht und einige Teile haben mir wirklich Angst gemacht. Wozu sind Menschen eigentlich in der Lage??? So grausam und doch so realistisch. Und das war mein Problem: Ja, ich weiß, dass es so auf der Welt zugeht, aber der Autor beschrieb die Szenen auch zusätzlich so lebendig, dass ich teilweise die Schreie hören konnte.

Wie jetzt schon vermutet, enthält die Geschichte sehr viele Kämpfe, es sterben sehr viele Menschen, es fließt literweise Blut und insgesamt wurde mir beim Lesen immer mulmiger. Ich kam mir vor wie bei einem schweren Verkehrsunfall. Man müsste wegschauen, es sollte einen gar nicht interessieren, aber doch guckt man hin und die Neugierde siegt.

Das Buch ließ sich von mir nicht so leicht lesen, wie ich das aufgrund der Handlung gerne gehabt hätte. Der Leser muss in der Zeit springen, zwischen verschiedenen Städten und Kontinenten switchen und dadurch auch die Perspektiven wechseln. Das fiel mir nicht immer leicht, vor allem, wenn gerade wieder eine der grausameren Szenen zu Ende gegangen war.

Sascha Simoneit als Protagonist fand ich extrem eingängig. Ich mag Polizisten, die von der Norm abweichen und Ecken und Kanten haben. Auch Simoneits Freunde, wie Benno, fand ich super. Da es sich um den ersten Band einer Reihe handelt, erfährt man in diesem Simoneits Werdegang von ganz jungen Jahren bis zum heutigen Tag. Dieser Werdegang ist auch für diesen Fall wichtig und nicht nur eine Hintergrundgeschichte.

Wie bewerte ich jetzt dieses Buch?

Es fällt mir sehr schwer:

Gefallen hat mir der Charakter Sascha Simoneit, sein jetziges Leben und Verhalten. Wie er das Leben sieht und was er über Ungerechtigkeiten denkt. Das Buch ist aktuell und schonungslos. Genau da liegt aber auch für mich das Problem. Das Buch ist für mich von den Beschreibungen her hart an der Grenze, auch wenn sich das sicherlich so in der Welt abspielt. Meine Gefühlslagen beim Lesen wechselten zwischen gespannt, geschockt, angeekelt, sprachlos und gefesselt.

Ich bin auf Band 2 gespannt, den ich gerne lesen möchte, um zu sehen, ob es mich auch bei diesem Band schütteln wird. Vor allem aber möchte ich wissen, ob Sascha Simoneit sich treu bleibt.

Fazit:

Nicht ganz einfacher Stoff, den ich auf keinen Fall unter 18 Jahren empfehlen würde. Hart, aber realistisch, spannend, aber teilweise durch die vielen Wechsel nicht ganz einfach zu lesen.

(3,5 / 5)

Weitere Rezensionen bei „Der Blog der Schurken“ (6/10)!

 

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