[Rezension] Sachbuch „Ene, mene, Missy! Die Superkräfte des Feminismus“ – Frauenbewegung – auch heute noch nötig?

„Viele erfolgreiche Männer haben keinerlei sichtbare Qualifikation. Außer der, keine Frau zu sein.

(Virginia Woolf, Zitat aus dem Buch Seite 27)

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Sonja Eismann „Ene, mene, Missy! Die Superkräfte des Feminismus“

enemenemissy

Klappbroschur,  256 Seiten, 12,99 Euro, ab 14 Jahren

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Inhalt:

„Beyoncé tut es.
Lena Dunham tut es.
Miley Cyrus tut es.
Emma Watson tut es.
Judith Holofernes tut es.
Charlotte Roche tut es.
Sie bezeichnen sich als Feministinnen.

Und sie zeigen, wie aktuell das Thema gerade heute ist!
Ist es dir vielleicht auch schon mal passiert, dass du auf der Straße schief angeguckt wirst, weil dein Rock zu kurz ist? Dass dein Lehrer denkt, Frauen verstehen Physik eh nicht? Und der Typ im Bewerbungsgespräch sich mehr für deine Brüste interessiert als für deine Fähigkeiten?
Dann tu etwas und entdecke die Superkräfte des Feminismus! Denn mit etwas Selbstbewusstsein und Humor kannst du der Welt jeden Tag zeigen, wie du als Frau behandelt werden willst: mit Respekt und nicht etwa anders als ein Mann! (Quelle)

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Meine Meinung:

Sonja Eisman ist Mitgründerin und Mitherausgeberin des „Missy-Magazins“ (oben verlinkt, wer es nicht kennt). In ihrem vorliegenden Buch berichtet sie über die Hintergründe und auch die Vielfältigkeit des Feminismus. Sie klärt dabei über Fakten auf, über Zahlen und auch über bestehende Unterschiede der verschiedenen Feminismusrichtungen. Denn – ohja – da gibt es wahrlich Unterschiede.

Manche dieser Namen klingen für mich zwar eher wie Krankheiten und sind schwierig auszusprechen, aber innerhalb des Buches wird alles erklärt und verständlich rübergebracht. Man muss also wahrlich kein Professor für Germanistik sein, um sich in die Geschichte der Frauenbewegung vertiefen zu wollen.

Schon gekannt: Transfeminismus? Staatsfeminimus? Cyberfeminismus? oder Xenofeminismus?  Kann man hier alles nachlesen.

Es werden aber auch alltägliche (teilweise etwas blöde) Fragen gestellt, wie: „Wenn ich eine Feministin bin, darf ich mir dann trotzdem die Beine rasieren? Die Rechnung bezahlen lassen? Es gut finden, wenn mir ein Mann die Tür aufhält?“ oder „Muss ich alle Männer hassen?“

Aufgelockert wird das doch teilweise etwas trockene Thema durch vielerlei Zitate von berühmten Frauen (Stars). Das hat mir gut gefallen.

Den Start in dieses Thema fand ich auch sehr gelungen, wird doch aufgezeigt, dass es auf der Welt und teilweise in Deutschland doch noch sehr ungerecht zugeht, was die Behandlung der Frauen angeht.

Ein Buch, das sicherlich eine gute Grundlage zur Diskussion gibt, das aufzeigt, wie unterschiedlich Frauen in manchen Ländern behandelt werden und dass Feminismus teilweise nichts anderes ist als die Durchsetzung von Menschenrechten für Frauen. Teilweise sehr erschreckend und aufrüttelnd. Seien wir froh, dass die vierte Welle des Feminismus schon angerollt ist!

Fazit:

Ein sehr wichtiges Buch, dass mir aber einiges abverlangt hat, da der „Stoff“ und die historischen Fakten doch teilweise sehr trocken sind. Lesenswert auf jeden Fall – ich habe einiges gelernt!

„Das Traurigste, was ein Mädchen machen kann, ist, sich für einen Typen dümmer zu stellen als sie ist!“

(Emma Watson, Zitat aus dem Buch, Seite 27)

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Eine kurze und knackige Rezension findet ihr bei – Die Bücherkrähe!

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